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Marco Weber

FDP 23.11.2022 Sitzungen 18/32

Sehr geehrter Herr Präsident, meine sehr geehrten Damen und Herren! Sehr geehrter Herr Wefelscheid, ich habe heute keine Zeichnung dabei. (Heiterkeit im und Zurufe aus dem Hause: Oh!) Ich bin einer Meinung mit dem Kollegen Ludwig und den Vorrednern, die erklärt haben, dass wir auf europäischer Ebene die Diskussion ins Positive gelenkt haben. Wir sehen vonseiten der FDP den Bedarf Ihres Antrags in diesem Umfang nicht. Nichtsdestotrotz möchte ich den Antrag nutzen, um Werbung zu machen. Sie sind selbst aktiver Waldbauer. Zumindest den sozialen Medien konnte ich das entnehmen. (Vereinzelt Heiterkeit im Hause) Wir haben heute bei unserer Fraktionssitzung diskutiert, ob wir Ihnen das Heft Der Waldbauer zur Verfügung stellen, weil in den Ausführungen dieser Fachzeitschrift die sicherheitstechnischen Maßnahmen für diejenigen, die Brennholz bearbeiten, gut erklärt sind. Meine sehr geehrten Damen und Herren, in Rheinland-Pfalz haben wir eine nachhaltige Waldwirtschaft. Wenn ich bei uns vor Ort in den Kommunen auf die Forstberatungen schaue, sehe ich, dass die Förster in den Ortsgemeinden eine nachhaltige Wirtschaftsweise in den Forstetats verankert haben. Die Bürger können Holz aus dem heimischen Gemeindewald erwerben. Wir haben dort eine Zurverfügungstellung. Heute ist ansatzweise der Eindruck erweckt worden, als wenn RheinlandPfalz seinen Bürgern kein Brennholz zur Verfügung stellen würde. Das kann ich nicht feststellen und habe ich auch in den letzten Jahren nicht erlebt. In den letzten Monaten habe ich aber erlebt, dass die Nachfrage immens gestiegen ist. Wenn wir über nachhaltige Waldwirtschaft reden – wir als FDP sind und ich persönlich bin davon ein großer Fan –, dann begrüße ich auch, dass in Marienthal eine nachhaltige Holzverbrennungsanlage installiert worden ist. Wie in vielen anderen Bereichen muss man aber auch erkennen, dass dies nur ein Teil der Lösung der Energiefrage in Rheinland-Pfalz und in Deutschland ist und wir nicht zu 100 % den Energiebedarf primär aus Holz decken können. Wir können aber mit kleinen, dezentralen Anlagen im ländlichen Raum Holzenergie zu erschwinglichen Preisen zur Verfügung stellen. Der Hunsrück ist angesprochen worden, aber auch meine Heimatverbandsgemeinde. Gerade in der Verbandsgemeinde Hillesheim werden durch drei Hackschnitzelanlagen kommunale Gebäude geheizt. Der Antrag der CDU ist mit der Restholznutzung aber weitergehend. Daher ist dieser Antrag bemerkenswert. Da ich weiß, dass die Stadt Koblenz viele Waldflächen hat, würde mich interessieren, welche Anträge zur Holznutzung in kommunalen Gebäuden der Stadt Koblenz die Freien Wähler im Stadtrat von Koblenz gestellt haben (Zuruf des Abg. Dr. Jan Bollinger, AfD) und wie viele Anlagen der Stadt Koblenz in Betrieb gegangen sind. Das kann man aber im Nachgang tun. Ich für meine Kommune kann sagen, dass wir in der Verbandsgemeinde und im Landkreis hackschnitzeltechnisch etliche Anlagen laufen haben. (Zuruf des Abg. Dr. Jan Bollinger, AfD) Auch kann ich sagen, dass der Brennholzbedarf aus dem Staatswald und dem Privatwald nicht dezimiert oder gedeckelt wird. Der Brennholzbedarf ist vorhanden, und Brennholz wird in Rheinland-Pfalz weiterhin nachhaltig zur Verfügung gestellt. Vielen Dank. (Beifall der FDP, der SPD und des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

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