Torsten Welling
Frau Präsidentin, verehrte Kolleginnen und Kollegen! Sie greifen mit der vorliegenden Großen Anfrage, zu der wir noch nicht so viel gehört haben, ein wichtiges Thema auf, ein Thema, das alle von uns einmal betroffen hat und vielleicht sogar auch aktuell betrifft und hoffentlich noch oft betreffen wird, die geburtsmedizinische Versorgung. Auch das Timing Ihrer Anfrage ist mustergültig. (Abg. Kathrin Anklam-Trapp, SPD: Nur kein Neid!) Nicht nur, dass es zur aktuellen Debatte in den Medien und den Demonstrationen am vergangenen Wochenende passt; nein, Sie schaffen es sogar, den Anfragezeitraum so weit einzugrenzen, dass die Misere in Rheinland-Pfalz nicht zu Tage tritt; (Beifall der CDU) denn es ist zwar richtig, dass seit 2009 keine geburtshilfliche Station im Land geschlossen wurde (Zurufe von der CDU: 2019!) – 2019, danke schön – mit Ausnahme des Mutterhauses in Trier, die flutbedingt schließen musste. In der Betrachtung fällt aber herunter, dass seit 1990 ziemlich genau 50 % der geburtshilflichen Stationen im Land geschlossen wurden. Selbst wenn man den Betrachtungszeitraum um lediglich zwei Jahre erweitert, stellt man fest, dass sechs geburtshilfliche Stationen geschlossen wurden, das bedeutet, sechs von damals 36. Zu Recht freuen Sie sich über die drei erfolgreichen Hebammenzentralen in Rheinland-Pfalz, aber nachdem 30 geburtshilfliche Stationen geschlossen wurden, ist das nur einmal wieder Symbolpolitik. (Beifall der CDU –
