Marco Weber
Frau Präsidentin, vielen Dank. – Vielen Dank, Herr Wefelscheid, dass Sie anerkennen, dass die Landesregierung den Zahlungen für die Wolfsrisse von Nutztieren nachgekommen ist bzw. die Landesregierung tätig ist und den Zaunbau finanziell übernimmt. Die Frage, die sich mir als Praktiker stellt, ist: Wie können wir den Landwirten weitergehende Unterstützung geben? Ich sage, das habe ich eben nicht erwähnt, wir brauchen für die Jäger einen rechtssicheren Rahmen, dass diese einen Wolf, wenn er beispielsweise angefahren worden ist, von seinen Qualen erlösen können. Dieser Rechtsrahmen ist noch nicht definiert. Das müsste geregelt werden. Die Zahlungen laufen für die Schutzzäune. Wir müssen darüber reden, wer die Arbeit dann bezahlt. Das ist eine große Aufgabe. Aber die Schutzzäune alleine – – – (Zuruf des Abg. Stephan Wefelscheid, FREIE WÄHLER) – Ich habe nicht über den Rechtsrahmen gesprochen, aber die Dinge sind seit Jahren, seit 2015 am Laufen. Herr Wefelscheid, Sie können darüber lachen, Sie können gerne darüber lachen. (Zuruf des Abg. Dr. Jan Bollinger, AfD) Ich hatte den Eindruck, dass Sie für die Nutztierhalter in Rheinland-Pfalz ein ernstes Thema im Plenum bearbeiten wollen. Es ist für mich als Nutztierhalter wirklich ein sehr ernstes Thema. Ich glaube nicht, dass alle Tierhalter – das haben Sie zu Recht erklärt – in dem Umfang Schutzzäune errichten können. Darauf brauchen wir Antworten, dass in den Fällen, in denen keine Schutzzäune errichtet werden können, rechtliche Voraussetzungen bestehen, verhaltensauffällige Wölfe zu entnehmen. Das muss das Programm sein. Wir wollen den Wolf nicht eliminieren. Wir wollen, dass der Wolf sich heimisch fühlt. Sobald er aber verhaltensauffällig wird und ein Problem darstellt, brauchen wir einen rechtssicheren Rahmen, dass diejenigen, die das tun können, es tun dürfen. (Beifall bei den FREIEN WÄHLERN und vereinzelt bei der SPD)
