Philipp Fernis
Herr Präsident, meine sehr verehrten Damen und Herren! Herr Kollege Lohr, Ihre Rede war ein eindrücklicher Beweis dafür, dass jugendliches Alter nicht vor altbackenen Ideen schützt. Die gesellschaftliche Debatte, die wir in Deutschland um die Kernenergie geführt haben, ist eine Debatte der Vergangenheit und ist eine Debatte, die entschieden ist in diesem Land. (Abg. Michael Frisch, AfD: In drei Jahren werden Sie anders reden!) Dann geht es am Ende darum, ob man eine zukunftsgerichtete Idee hat, wie man mit einem ernsthaften Problem umgeht. Das haben wir im Moment mit den Energiepreisen, und das merken insbesondere die Menschen, die beruflich pendeln müssen, weil sie zum Arzt müssen, weil sie Mobilität einfach brauchen. Unabhängig davon, dass Mobilität einfach zum selbstbestimmten Leben dazugehört, gibt es aber auch Menschen, die Mobilität brauchen, und das trifft die Menschen, wann immer sie die Tankstelle anfahren müssen. Die Bundesregierung hat erfreulicherweise Entlastungspakete auf den Weg gebracht. Die Bundesregierung hat die Mineralölsteuer, die Energiesteuer auf Treibstoff auf das europarechtlich zulässige Maximalniveau abgesenkt. Die Bundesregierung hat mit dem 9-Euro-Ticket ein Angebot gemacht. Jetzt das Pfingstwochenende, ein langes Wochenende, das natürlich dazu einlädt, zu Freizeitzwecken einmal den öffentlichen Verkehr zu nutzen, wenn man es vielleicht sonst im Alltag nicht tut, als Beispiel dafür heranzuziehen, dass diese Idee falsch war, ist schon relativ absurd. Das ist ungefähr so, als wenn Sie den ersten Feriensamstag der Sommerferien für die Frage heranziehen, wo wir ein Kapazitätsproblem auf deutschen Autobahnen haben. Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich. (Beifall der FDP, der SPD und des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN –
