Marco Weber
Sehr geehrter Präsident, meine sehr geehrte Damen und Herren! Ich habe den Tagesordnungspunkt heute Vormittag, ich sage einmal, geerbt oder übernommen und habe mir überlegt, nachdem die Vorredner so ziemlich viele Punkte von dem, was ich übernommen habe, schon erwähnt haben, zum Beispiel die Gemeindeschwesterplus oder die Seniorenbeiräte, das Thema ein bisschen anders anzusetzen, und zwar einmal ein bisschen so zu berichten von meinen Beobachtungen aus dem ländlichen Raum, aus dem ich komme und wo sich Seniorinnen und Senioren aktiv am gesellschaftlichen Leben in ihrem Dasein mit einbringen. Wenn ich es so in Rheinland-Pfalz beobachte, ist einer der Bausteine der kommunalen Arbeit neben einem klassischen Seniorentreff, dass sich viele aktive Seniorinnen und Senioren in den Kommunen auf freiwilliger Basis engagieren, indem sie sich zum Beispiel bei der Arbeit der Kommune und der Gemeinde mit einbringen und freiwillig zum Beispiel, ich sage einmal, Rosenbeete und Gärten übernehmen und sich dort in die Gemeinschaft mit einbringen. Diese Teilhabe in der Kommune, sich zu engagieren, ist doch einer der Ansätze, auf dem unser gesellschaftliches System aufbaut. Ein weiterer Punkt, den ich so beobachte, ist eine neue Form, bei der Jugend und Alter oder Seniorinnen und Senioren zusammenkommen. Das fängt in der Kindergartenarbeit an. Modelle, bei denen zum Beispiel in Kindergärten und in Grundschulen mittags die Seniorinnen und Senioren aus dem Ort mit dazukommen können und sich am Tag oder auch bei der Arbeit im Kindergarten mit einbringen können und dort ihre Erfahrungen aus ihrem Leben mit in den, ich sage einmal, Aufbau der Kindheit zum Erwachsenwerden einbringen. Das sind doch kluge Ansätze, bei denen wir im ländlichen Raum die Wichtigkeit der älteren Bevölkerung mit in die Arbeit einbringen können und dort die Nutzung der Erfahrung mit in die kindliche Ausbildung integrieren können. Ich glaube, diese Ansätze sollten wir weiterverfolgen, um bei den 2.000 Gemeinden in Rheinland-Pfalz mehr Nutzungen und Schnittnutzungen zu generieren, indem wir die Kindergärten und Grundschulen als Anlaufstelle zwischen Jung und Alt mit in die Diskussion einbringen und somit die Attraktivität und die Sicherstellung der Leistung von Kindergärten in der Fläche aufrechterhalten, aber auch für Neubaugebiete, für Ansiedlungen und auch für die Attraktivität auf dem Land überlegen, nicht nur in den Städten leben zu wollen, sondern vielleicht auch einmal raus aufs Land zu gehen und die Attraktivität der ländlichen Gesellschaft zu gewährleisten. Letztendlich beobachte ich auch im ländlichen Raum, dass wir immer noch mit mehreren Generationen in Häusern leben, in denen junge Generationen, mittlere Generationen, aber auch alte Generationen, wo Oma und Opa die Enkel mit großziehen oder auch Erziehungsaufgaben mit übernehmen und somit Freiräume von Eltern ermöglicht werden, was im tagtäglichen Leben, aber auch vielleicht in unserer politischen Diskussion noch überhaupt viel zu wenig wertgeschätzt wird. Ich möchte heute einfach noch einmal sagen, dass diese Arbeit von Oma und Opa ein unschätzbarer Wert ist, der den Kindern einen Mehrwert bringt, aber auch den Eltern einen Mehrwert bringt, um im beruflichen Leben, in der Weiterbildung, aber auch in der Freizeit wirklich Freiräume zu erarbeiten und nutzen zu können. Meine sehr geehrten Damen und Herren, das sind positive Erfahrungen, die wir in Rheinland-Pfalz machen, was einen glücklich schätzt, wenn man das tagtäglich so in den Orten sehen kann. Darauf aufbauend sind wir auf einem guten Weg. Ich habe im Prinzip jetzt nicht vorgetragen, was Kollege Wink mir mitgegeben hat. (Vereinzelt Heiterkeit im Hause) Ich hoffe, einen Beitrag zur Diskussion zum letzten Tagesordnungspunkt eingebracht zu haben. Vielen Dank. (Beifall der FDP, der SPD und des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
