Alexander Schweitzer
Vielen Dank, Herr Präsident. – Meine Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen des Landtags! Ich bin als Vertreter der Landesregierung in der eigentlich komfortablen Situation, dass ich jetzt unterscheiden kann zwischen denen, die schon immer dafür waren, denen, die es schon immer gefordert haben, denen, die es schon lange gefordert haben, (Heiterkeit der Abg. Kathrin Anklam-Trapp, SPD) und denen, die schon immer wussten, dass man es fordern musste. Das ist eine gute Situation, weil das eine gewisse Einigkeit zeigt. Ich bin aber froh, dass ich für die Landesregierung reden darf, die es umgesetzt hat. Das ist sicherlich ein Punkt, über den wir uns miteinander freuen dürfen, meine Damen und Herren. (Beifall der SPD, des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der FDP) Die Stichworte sind aus allen Richtungen des Hauses schon genannt worden. Ich schließe mich dem gerne an, und ich will sie gerne noch einmal zusammenfassen. Es geht um Anerkennung. Es geht um Anerkennung dieser wichtigen Gesundheitsfachberufe. Es geht um Anerkennung der Menschen, die sagen, ja, ich bin bereit, in diesen wichtigen, für unsere Gesellschaft wichtigen Bereich zu gehen, und die bisher immer sagen mussten, ich bin auch bereit, ganz viel Persönliches zu investieren und nicht nur meine Leistungsbereitschaft, sondern eben auch Geld mitzubringen. Meine Damen und Herren, es geht um Entlastung, ein Thema, das in diesen Zeiten kaum aktueller sein könnte. Wenn Sie sich anschauen, was es bedeutet, für Familien, für junge Menschen. Manche haben zwei oder drei Familienmitglieder, die diese Ausbildung machen. Das gibt es; solche Fälle kenne ich. Dann läppert sich das einigermaßen. Das ist in einer Situation, in der das Hinkommen zur Ausbildung, das Wohnen in der Stadt, in der man die Schule besucht, noch gar nicht dabei ist. Deshalb ist das ein wichtiger Aspekt der Entlastung. Es geht um Anreize. Wir wollen damit natürlich nicht nur die entlasten, die schon im Beruf sind, sondern wir wollen das Signal setzen an alle die, die sagen: Ich bin jetzt in der Situation, dass ich meine Schule bald hinter mir habe und überlege, wohin denn die weitere berufliche Reise geht. All denen wollen wir sagen: Dann geht in die wichtigen Jobs der Gesundheitsfachberufe. Dort brauchen wir Euch, und Ihr werdet in Rheinland-Pfalz gute Schulen, hervorragende Schulen finden. Ihr werdet die Möglichkeit haben, danach sicher in berufliche Anerkennung zu kommen, und Ihr werdet in Rheinland-Pfalz nicht noch Geld mitbringen müssen, wenn Ihr diese besondere Ausbildung machen müsst. Genau das sind die drei Punkte, um die es geht. (Beifall der SPD, des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der FDP) Die Berufe sind schon genannt worden. Die Zahlen sind auch genannt worden, aber weil sie so gut sind, will ich sie gerne noch einmal nennen. Es sind 940 Schülerinnen und Schüler in Rheinland-Pfalz, die jetzt schon betroffen sind. Diese Zahl wird wachsen, meine Damen und Herren. Es sind 19 private Schulen. Die, die wir in die Krankenhausfinanzierung überführt haben, sind da noch gar nicht dabei, sondern es geht um die bisherigen Privatschulen, die auch Privatschulen bleiben möchten. Es geht um 2,2 Millionen Euro in diesem und 4,5 Millionen Euro im nächsten Jahr. Meine Damen und Herren, wir haben auch nicht vor, damit aufzuhören. Das sind also schon wichtige Kennziffern, die deutlich machen: Diese Landesregierung legt einen klaren Schwerpunkt im Bereich der Gesundheitsfachberufe. (Beifall der SPD, des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der FDP) Es ist aus Sicht der Landesregierung nicht nur komfortabel, wenn das ganze Haus sagt, das ist die richtige Richtung, sondern wenn man auch noch Partner außerhalb des Hauses findet, die ebenfalls sagen, das ist gut. Ich habe mich deshalb sehr darüber gefreut, dass zwei Schülerinnen einer Gesundheitsfachschule – aus der Südpfalz, sicherlich ein Zufall – dabei waren, und ich habe mich gefreut, dass der Geschäftsführer des Privatschulverbands Teil der Pressekonferenz war. Lieber Herr Wäschenbach, weil Sie gesagt haben, die Privatschulen werden benachteiligt. Nach meiner Erinnerung hat er das ganz anders formuliert. Er hat nämlich gesagt, das ist hervorragend. Er hat sich bedankt und gesagt, es ist gut, dass wir das entwickelt haben, und er war freiwillig in der Pressekonferenz, lieber Herr Wäschenbach. (Heiterkeit des Abg. Martin Haller, SPD –
