Jaqueline Rauschkolb
Gut. Das schaffe ich. – Sehr geehrter Herr Präsident! Auch für unsere Landwirtinnen und Landwirte hat der Krieg in der Ukraine eine Zeitenwende markiert. Sie sind mit einer brisanten Mischung konfrontiert. Auf der einen Seite fehlt Dünge- und Saatgut, auf der anderen Seite explodieren die Preise. Gerade zu der Zeit, in der wir hier debattieren, tagt die Agrarministerkonferenz, um zu klären, wie es ist und wie es weitergehen kann, weil die Landwirtinnen und Landwirte wie immer anpacken wollen. Sie wollen helfen und mehr produzieren. Dafür müssen aber die Rahmenbedingungen geschaffen werden, weil es sehr kompliziert ist – das sieht man auch am Haushalt –, da vieles von einer Kofinanzierung durch die EU abhängt. Wir brauchen schnelle, aber auch nachhaltige Lösungen. Wir können gar nicht außer Acht lassen, dass Nachhaltigkeit ein Teil der Antwort ist, wie es im EU-Parlament diskutiert wird. Die anderen haben es auch schon gesagt. Wir brauchen am Ende eine Ernährungssouveränität. Wir müssen uns von den Weltmärkten unabhängiger machen. Das funktioniert nur mit Klimaschutz. Ich bin gespannt, was das Osterpaket zur EEG-Novelle für Biogasanlagen und Agri-PV bringt. Das sind alles Dinge, die die Landwirtinnen und Landwirte gerne hätten, bei denen sie aber auch wieder Rahmenbedingungen brauchen. Wir unterstützen im Haushalt vor allem junge Landwirtinnen und Landwirte, die Höfe übernehmen und in die Landwirtschaft einsteigen wollen. Diese brauchen wir sehr dringend. Wir sagen ihnen, wir reichen ihnen die Hand, beraten sie und unterstützen sie mit digitalen Angeboten, sodass sie Fuß fassen können. Wir schaffen Perspektiven für junge Landwirtinnen und Landwirte. Wir unterstützen die regionale Vermarktung mit den tollen Produkten, die hier mit viel Herzblut hergestellt werden. Wir können eigentlich stolz sagen, wir sind Weinbauland Nummer 1. Wir sind die Einzigen mit einem Weinbauministerium. (Beifall der SPD und des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Wir haben tolle Weinanbaugebiete, und wir wollen diese fördern. Das gehört zum Tourismus und verbindet „Gold im Glas“, die Kampagne die wir in Rheinland-Pfalz haben. Meine Zeit ist fast zu Ende. Ich will einfach sagen, wir stehen an der Seite der Landwirtinnen und Landwirte, die vor großen Herausforderungen stehen, aber wir alle brauchen sie. Das Brot und vieles andere haben wir schon erwähnt. Viele andere Teile der Erde brauchen sie aber auch. Deswegen wollen wir sie fördern und schauen, dass wir zügig Lösungen finden, wie wir zur Ernährungssicherheit beitragen können. (Glocke des Präsidenten) Danke. (Beifall der SPD und des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
