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Dr. Herbert Drumm

FREIE WÄHLER 31.03.2022 Sitzungen 18/20

Sehr geehrter Herr Präsident, meine Damen und Herren! Ich übernehme für die Freien Wähler den Teil „Wissenschaft“ des Einzelplans 15. Den Bereich „Gesundheit“ übernimmt im Anschluss Herr Schwab. Große Teile der Wissenschaftsförderung liegen in europäischen und Bundeshänden. Schauen wir also nur darauf, was wir in unserem Land voranbringen können, was in unserem Land passiert. Das ist nicht wenig. Das ist nicht nur der Erfolg eines Mainzer Unternehmens, das zurzeit in aller Munde ist. Es sind auch große und kleine Firmen und Institute, die an vorderster Front der Entwicklung stehen. In der Regel ist dies nicht die Folge von direkten Unterstützungen durch die Landesregierung, sondern es sind einige hervorragende innovative Menschen, vor allem aus den Universitäten, die solche Leistungen auslösen. Dort müssen wir anpacken. Es reicht nicht aus, allen Kindern und Jugendlichen die gleichen Bildungschancen zu bieten und möglichst allen den Weg zu einer Hochschule zu ebnen. Ja, dies ist wichtig. Hohe Bildung ist eine Grundsäule der Demokratie, aber es reicht nicht aus. Wir müssen ganz besonders hochbegabte Menschen angemessen fördern und sie darin unterstützen, ihre Fähigkeiten bestmöglich zu entwickeln; denn ohne diese Menschen werden wir später nicht in der Lage sein, die Kosten unseres Sozialstaats zu erwirtschaften. Wir brauchen also bessere und neu ausgerichtete Begabtenförderungen an Schulen und Universitäten sowie darüber hinaus die Förderung von zukunftsweisenden Projekten im innerund außeruniversitären Bereich. Dort muss das Land Rheinland-Pfalz Mittel zur Verfügung stellen. Dort liegen seine Aufgaben. Genau deswegen spreche ich beispielhaft zwei unserer Anträge kurz an, die in diese Richtung zielen. Gerade im Hinblick auf differenzierte und effektive Ausbildung sowie gezielte Förderung müssen insbesondere im Mittelbau der Hochschulen ausreichend Stellen vorhanden sein; denn dort wird der Hauptteil dieser Arbeit geleistet. Die geplanten Stellen für die in der Umstrukturierung befindliche Universität Koblenz reichen nicht aus. Daher fordern wir dort eine Erhöhung um zehn Stellen und weitere Investitionen in Baumaßnahmen. Zum anderen ist Wasserstoff zu Recht als Hoffnungsträger in aller Munde. Nicht nur seine elektrolytische Erzeugung, sondern vor allem auch viele andere Technologien, wie sie zum Beispiel in Mainz im Fraunhofer-Institut erforscht werden, sind zu nennen. Daher fordern wir Mittel in Höhe von 500.000 Euro dafür. Das sind zwei Beispiele, wie das Land gezielt Spitzenausbildung und zukunftsorientierte Hochtechnologie unterstützen kann. Das wäre Wissenschaftsförderung, die ihren Namen verdient. Vielen Dank. (Beifall der FREIEN WÄHLER)

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