Clemens Hoch
Sehr geehrter Herr Präsident, meine sehr verehrten Damen und Herren! Ich möchte an dieser Stelle zunächst unseren Partnerinnen und Partnern bei der Kassenärztlichen Vereinigung, bei der Landesärztekammer, dem Hausärzteverband und ebenso vor allem bei der Universitätsmedizin in Mainz danken; denn sie alle haben umfangreiche Beiträge zur Beantwortung dieser Großen Anfrage geleistet. (Beifall der Abg. Giorgina Kazungu-Haß, SPD) Die Anfragenden haben es geschafft, etwa die Hälfte ihrer Fragen so zu stellen, dass sie nicht in die Zuständigkeit der Landesregierung fallen, (Abg. Martin Haller, SPD: Auch das ist eine Leistung!) und trotzdem können wir uns heute zu Recht einem Thema widmen, das in den vergangenen Monaten wegen Corona nicht unbedingt im Mittelpunkt des öffentlichen Fokus stand, aber bei dem wir vor allem wegen Corona sehr dankbar sind, dass wir die gute medizinische Versorgung im Land haben, sowohl im stationären Bereich als auch vor allem im ambulanten Bereich. Die meisten mit Corona Infizierten und Erkrankten treffen nämlich als Erstes auf die niedergelassene Ärzteschaft und kommen eben nicht zuerst in die stationären Einrichtungen. Insgesamt zeigt die Beantwortung der Anfrage, dass wir in Rheinland-Pfalz nicht nur weiterhin eine gute ambulante ärztliche Versorgung haben, sondern auch und zu Recht eine Vielzahl von Maßnahmen ergriffen haben, die dazu beitragen, jetzt und auch in Zukunft diese Versorgung zu sichern. Die beteiligten Partnerinnen und Partner arbeiten dabei Hand in Hand, und wir sind in Rheinland-Pfalz auch stolz auf unseren Masterplan zur Stärkung der ambulanten ärztlichen Versorgung. Wir werden die Instrumente untereinander abstimmen, und ich habe alle Partner erneut eingeladen. Wir werden diesen Masterplan auch noch aufbohren und erweitern, um umfassend die medizinische Versorgung im ländlichen Raum in den Blick zu nehmen. Das sieht man zum Beispiel an der Aus- und Weiterbildung, wo wir die Studierenden konsequent auf dem Weg der ambulanten Versorgung unterstützen. Wir als Land haben die Zahl der Studienplätze erhöht, die Landarztquote kommt gut an, und wir gestalten das Studium praxisnah. Herr Kollege Welling, Ihre Rechnung in allen Ehren. Der Standort Mainz ist der drittgrößte Standort für Humanmedizin bundesweit nach München und Berlin. Wenn alle anderen Bundesländer – es gibt auch Bundesländer ohne eine einzige Universitätsmedizin – ihre Hausaufgaben an dem einen Standort so gemacht hätten wie wir, dann hätten wir viel mehr Medizinstudierende in der Bundesrepublik Deutschland. (Beifall der SPD, der FDP und des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN –
