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Giorgina Kazungu-Haß

SPD 11.11.2021 Sitzungen 18/10

Sie schränken die von Kindern ein!) Es macht mir schon Sorgen, wenn ich hier höre, dass man noch von einer Impfpflicht Abstand nehmen möchte, noch Abstand nehmen möchte. Ich glaube, meine Damen und Herren, Sie werden es rechtlich nicht durchsetzen können mit einer nach wie vor notfallzugelassenen Impfung eines schnell entwickelten Impfstoffs, alle Menschen zwangsweise zu beglücken. Ich prophezeite Ihnen, wenn Sie das machen – ich glaube nicht, dass Sie den Mut haben werden –, dass dann unsere Gerichte genau diese Impfpflicht einkassieren werden. (Abg. Thomas Wansch, SPD: Da geht der Bund vor!) Jetzt möchte ich noch einmal zur Aktuellen Debatte der CDU-Fraktion zurückkommen. (Abg. Marco Weber, FDP: Sehr schön!) Sie wollen unsere Kinder schützen. Wer wollte dem ernsthaft widersprechen? Aber wie und vor allem wovor müssen wir sie schützen? (Zuruf von der SPD: Ho, ho!) Dass für gesunde Kinder und Jugendliche kaum ein Risiko besteht, ernsthaft an COVID-19 zu erkranken, ist inzwischen gesicherte wissenschaftliche Erkenntnis. Dennoch waren gerade sie die Hauptleidtragenden der CoronaMaßnahmen. Darauf haben wir nicht nur im Familienausschuss, sondern auch in diesem Plenum immer wieder hingewiesen. Jetzt zeigt sich immer deutlicher, dass die monatelange Schließung von Schulen, die zahlreichen Kontaktbeschränkungen sowie das Verbot vieler Aktivitäten schwerwiegende Folgen für die Heranwachsenden haben. So hat sich die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen seit Beginn der Pandemie dramatisch verschlechtert. Bei einem Viertel der 16- bis 19- Jährigen waren bereits am Ende des ersten Lockdowns klinisch relevante depressive Symptome feststellbar. Zuletzt nahmen solche Auffälligkeiten in allen Altersgruppen zu. Aktuell erleben wir eine besorgniserregende Ausbreitung des RS-Virus, nicht des Corona-Virus, bei Kindern, deren Immunsystem sich nach Aussage von Experten aufgrund der anhaltenden Kontaktbeschränkungen nicht ausreichend trainieren konnte. Wer unsere Kinder wirklich schützen will, der muss sich deshalb für das einsetzen, was sie jetzt brauchen: Präsenzunterricht mit regelmäßigen Tests, aber ohne Masken, normale soziale Kontakte, gemeinschaftliche sportliche und kulturelle Betätigungen, vor allem aber ein Ende von Angstkampagnen, die aus unschuldigen Opfern ansteckende Täter machen und deshalb im Namen einer falsch verstandenen Solidarität eine fremdnützige Impfung unserer Kleinsten fordern, und (Glocke der Präsidentin) nicht zuletzt eine Erwachsenenwelt, die akzeptiert, dass wir mit diesem Virus leben müssen und es nicht Sache eines freiheitlichen Staates ist, seine Bürger um jeden Preis vor sämtlichen Risiken des Lebens zu bewahren und notfalls sogar vor sich selbst zu schützen. Vielen Dank. (Beifall der AfD)

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