Kathrin Anklam-Trapp
Vielen Dank, Herr Präsident. – Sehr geehrte Damen und Herren! Noch einmal ernst werdend, komme ich zu einem sehr wichtigen Thema zurück, das wir noch gar nicht besprochen haben, und zwar das Schutzbedürfnis der Bevölkerung, die sich für eine lange Zeit an alle Regeln gehalten und sich immunisiert hat, als sie es konnte. Dieses Schutzbedürfnis wird durch einen Freiheitstag, der ausgerufen wird, konterkariert, bei dem die Angst bestehen muss, dass es so wie in Großbritannien wird. Lassen Sie uns gemeinsam festhalten, dass Einigkeit besteht, dass es für Geimpfte und Genesene keinen Lockdown mehr geben soll und noch viel mehr Menschen davon zu überzeugen sind, sich anzuschließen und die Freiheit zu haben, durch den Gesundheitsschutz nicht zu erkranken. Noch ist Zeit. Ein sehr wichtiger Punkt: Herr Minister Hoch, ich bin sehr dankbar, dass Sie auf die Hospitalisierung hingewiesen haben. Die müssen wir in der Tat im Blick behalten, nicht nur, weil die Pflegekräfte, die Ärztinnen und Ärzte und das gesamte Gesundheitssystem so lange und intensiv gearbeitet haben, dass sie am Rande ihrer Kräfte sind und waren, sondern auch, weil eine lange intensivtherapeutische Behandlung enorme Schäden hinterlässt. Long Covid wird uns auch noch beschäftigen. Wenn junge Menschen jetzt die Intensivstationen füllen, werden sie dort für eine sehr lange Zeit bleiben. Die Menschen, die drei Wochen beatmet werden, werden Folgen mit nach Hause tragen, die unerträglich schlimm sind. Deswegen appelliere ich noch einmal: Beachten wir den langen Verlauf. Meine Damen und Herren, ich komme gerne zum Schluss. Der Norddeutsche Rundfunk hat damals getitelt: „Oh, wie schön ist Dänemark.“ Dänemark ist geimpft und aufgeklärt und hat damit wirkliche Rechte zurückbekommen. Lassen Sie uns bitte alles gemeinsam dafür tun, dass wir diesen Weg beschreiten und geimpft, frei und gesund in die nächste Zukunft gehen können. Vielen Dank. (Beifall der SPD und bei dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
