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Lisett Stuppy

GRÜNE 23.09.2021 Sitzungen 18/8

Sehr geehrter Herr Präsident, meine Damen und Herren! Der Fachkräftemangel ist branchenübergreifend eine der größten Herausforderungen für die Betriebe, um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben. Wir als Koalition haben als ganz klares Ziel, das Fachkräftepotenzial mit konkreten Maßnahmen auf allen Ebenen auszuschöpfen. Ja, dazu gehört auch, Kinder, Jungen und Mädchen an Berufe heranzuführen. Ich betone es nochmals: Mehr Mädels an die Werkbank! (Beifall des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und vereinzelt bei der SPD sowie der Abg. Ellen Demuth, CDU) Es braucht eine besondere Ansprache und besondere Angebote für Frauen, die eine Ausbildung im Handwerk beginnen, bei der Übernahme von Betrieben und beim Gründen. Fachkräftepotenziale sehen wir aber auch bei Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund. Betriebe leisten hier jetzt schon sehr viel, und es gibt unzählige Beispiele für gelungene Integration und das große Engagement in der Ausbildung der Betriebe. Es braucht Rechtssicherheit und verbindliche Zusagen für die Betriebe und endlich einen Spurwechsel im Rahmen eines modernen Einwanderungsgesetzes. (Beifall des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie der Abg. Cornelia Willius-Senzer und Philipp Fernis, FDP) Wir haben als Rheinland-Pfalz übrigens unsere Hausaufgaben gemacht und Voraussetzungen dafür geschaffen, um Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund in den Ausbildungsmarkt zu integrieren. Wir haben zum Beispiel die Lücken bei den Sprachkursen geschlossen, die der Bund offen gelassen hatte, und Sprachkurse schon deutlich mehr auf Berufsqualifikation angepasst. Individuelle Begleitung und Praktika zur Orientierung haben wir erkannt und Coaches für berufliche Ausbildung eingesetzt. Die Hürden für die Arbeitsmarktintegration von Menschen mit Migrationshintergrund müssen endlich abgebaut werden; denn das Handwerk ist auch auf die Zuwanderung von Fachkräften angewiesen. (Beifall des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie der Abg. Lothar Rommelfanger, SPD, und Philipp Fernis, FDP) Für mich steht fest, wir müssen attraktive Möglichkeiten und Rahmenbedingungen schaffen, damit mehr Gymnasiasten, mehr Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund und mehr Frauen ins Handwerk wollen. Danke schön. (Beifall des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der SPD sowie des Abg. Philipp Fernis, FDP)

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