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Marco Weber

FDP 22.09.2021 Sitzungen 18/7

Sehr geehrte Frau Präsidentin, meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich möchte zuerst dem Kollegen Vogt von dieser Stelle aus alles Gute wünschen. (Beifall im Hause) Ich sage einmal so, es ist keine Selbstverständlichkeit, hier am Rednerpult zu reden und als Gast bzw. Kollege hier zu sitzen und zu sehen, wie jemand einen gesundheitlichen Schwächeanfall erleidet. Daher meine größte Achtung und die besten Genesungswünsche. Meine sehr geehrten Damen und Herren, die Fraktion der Grünen hat heute eine Aktuelle Debatte angestoßen, die, wenn man dem Vorredner zuhört, eine gewisse Brisanz mit sich trägt. Es ist auch angesprochen worden, dass am Freitag wieder viele Leute in Deutschland auf die Straßen gehen, um ihre Belange – gerade der Jugend – noch einmal zu verdeutlichen, und welche Brisanz bei diesem Thema mitschwingt. Meine sehr geehrten Damen und Herren, als Landwirt und Familienvater glaube ich, hat es noch mehr Brisanz, indem man feststellt, dass die eigenen Kinder, die in der Schule sind, mitdiskutieren und die Themen aufgreifen und dann in den Berufsfeldern der Landwirtschaft und der Waldwirtschaft live miterleben – wie ich es von meinen Eltern in den letzten Jahrzehnten miterlebt habe –, dass sich etwas verändert. Wenn wir zwei Worte in dieser Diskussion noch nicht gehört haben, dann ist das einmal das Wort „Nachhaltigkeit“ und einmal das Wort „Perspektive“. Wenn wir diese zwei Worte verinnerlichen und in den vielen Themenbereichen diskutieren, dann brechen wir das herunter und fangen zuerst in einem familiären Umfeld, im eigenen tagtäglichen Leben an. Wir erleben dann in der Berufswelt – ich habe Land- und Waldwirtschaft angesprochen, aber alle Berufsfelder sind davon betroffen – einen Wandel. Ich finde es schade, dass der Wahlkampf hier heute auch eine Rolle spielt. Das kann man so machen, aber wenn man das Thema ernst nimmt, muss jedem bewusst sein, dass es in den nächsten Jahrzehnten für jeden eine Veränderung mit sich bringt. Die Herausforderung besteht doch darin, diese Veränderung in Deutschland zu vollziehen, indem wir unseren Lebensstandard in diesem Wohlstand erhalten, Arbeitsplätze nach wie vor erhalten und neue Arbeitsplätze kreieren bzw. ermöglichen. Ich sage nur das Wort „Transformation“ im Neudeutschen, das überall bei uns in den Arbeitsfeldern mitschwingt. Das ist doch die Herausforderung, dass wir als Politiker in einem Landesparlament für diejenigen, die am Freitag auf die Straße gehen, aber auch diejenigen, die zu Hause ihre Familien ernähren bzw. ihren Wohlstand sichern wollen, Zeichen setzen. Sie erlauben, dass man als Koalitionspartner bzw. koalitionstragende Fraktion der Liberalen noch einmal hervorhebt, in welchen Feldern wir unterwegs sind. Dann sind wir bei dem Thema der erneuerbaren Energien. Wir brauchen dort noch mehr Innovation und noch weitere Schritte, um erneuerbare Energien zu ermöglichen. Wir brauchen aber nicht nur einen Fortschritt in der Anzahl der Anlagen, sondern auch in der Akzeptanz der Bevölkerung, in der Speichertechnologie und im Netzausbau. (Abg. Giorgina Kazungu-Haß, SPD: Oh ja!) Ich glaube, dass diese Aspekte in diesem Koalitionsvertrag, der seit dem 18. Mai in Rheinland-Pfalz von den drei regierungstragenden Fraktionen auf den Weg gebracht worden ist, verankert worden sind, um in den nächsten Jahrzehnten, aber auch in den nächsten 15 Jahren eine Zukunftsfähigkeit zu erreichen, indem wir den Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzern sagen, bei ihnen zu Hause in der privaten Familienatmosphäre, aber auch bei ihnen als Arbeitnehmer und Arbeitgeber – denn wir sprechen von Mittelstand und Handwerk, die diese Transformation mitbegleiten müssen – sind wir auf einem guten Weg in Rheinland-Pfalz und werden alle mitnehmen, sodass wir ein Land der Zukunft und der Lebensfähigkeit auf den Weg bringen und begleiten. Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich komme noch einmal zu den zwei Worten „Nachhaltigkeit“ und „Perspektive“. Nachhaltigkeit bedeutet für jeden Einzelnen, noch einmal zu überlegen, wie man seine Lebensweise nachhaltiger umsetzen und verändern kann. Ich sage als Landwirt und Vertreter der Landwirtschaft, die Landwirte sind auf dem Weg, sich zu verändern. Sie haben sich in den letzten Jahrzehnten verändert und werden auch künftig die Veränderung mitbegleiten und sich verändern, genauso wie sich die Waldbauern verändern werden. Daher glaube ich, müssen wir denen auch die Unterstützung zukommen lassen, die diese Veränderung live in ihrem Betrieb und in ihrem Wirtschaften spüren. Daher ist der Weg, auf den wir uns in Rheinland-Pfalz gemacht haben, der richtige. Vielen Dank. (Beifall der FDP, der SPD und des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

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