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Tobias Vogt

CDU 22.09.2021 Sitzungen 18/7

Sehr geehrte Frau Präsidentin, meine sehr geehrten Damen und Herren! Der Klimawandel ist bei uns angekommen. Wir alle können es jeden Tag erleben. Seit inzwischen sieben Jahren bin ich Ortsbürgermeister einer Waldbesitzergemeinde. Jedes Jahr wandern wir mit dem Gemeinderat durch den Wald. Warum erwähne ich das an dieser Stelle? Im Wald sind die Auswirkungen des Wandels als Erstes und am deutlichsten zu spüren. Der Borkenkäfer befällt unsere Fichtenbestände, große Kahlflächen entstehen. Buchen und teilweise auch Eichen leiden unter Trockenheit. Unser stärkster Verbündeter im Kampf gegen den Klimawandel leidet als Erster. Die Wiederaufforstung der Wälder ist eine gesamtstaatliche Aufgabe. Mit dieser Aufgabe dürfen wir die Waldbesitzer nicht alleinlassen. (Beifall der CDU) Sie brauchen unsere Unterstützung finanzieller Art, aber auch im Knowhow klimafester Baumarten. Um es an dieser Stelle klar und deutlich zu formulieren: Alle Kahlflächen müssen wieder aufgeforstet werden. Der Idee, diese Flächen für Windräder und PV-Freiflächen zu verwenden, erteilen wir eine klare Absage. (Beifall bei der CDU und bei den FREIEN WÄHLERN) Klimaschutz funktioniert nicht gegen die Natur, Klimaschutz funktioniert nur im Einklang mit der Natur. Auch im Alltag spüren die Menschen bereits Veränderungen: lang anhaltende Dürreperioden, sich häufende Starkregenereignisse und andere Wetterphänomene. Die Menschen sind für die Thematik sensibilisiert. Im März wurde ich erstmals in den Landtag gewählt. In den Ausschüssen wird der Rhein-Hunsrück-Kreis immer wieder als Vorreiter und positives Beispiel für gelungene Klimapolitik angeführt, insbesondere auch von den Ampelfraktionen. Mich freut das sehr; denn der Rhein-Hunsrück-Kreis ist meine Heimat. Es stimmt, im Rhein-Hunsrück-Kreis wird auf allen Ebenen viel für den Klimaschutz getan. (Beifall der CDU) Die Ortsgemeinden initiieren Projekte mit Bürgern im Wald zur Wiederaufforstung. Das Horner Modell, den PV-Strom für öffentliche Gebäude zu speichern und damit die Straßenbeleuchtung zu speisen, kommt aus dem Rhein-Hunsrück-Kreis. Für Projekte wie das Elektro-Dorfauto ist der Kreis berühmt geworden. Für seine Innovationen wurde er als „Energie-Kommune des Jahrzehnts“ ausgezeichnet. Es wird mehr Strom aus erneuerbaren Energien produziert, als der Kreis selbst verbraucht. Nun stellt sich die spannende Frage: Wer sind eigentlich die Personen in dem Kreis, die diesen vorbildlichen Klimaschutz umsetzen? (Aufgrund eines medizinischen Notfalls wird die Sitzung von 15.09 bis 15.19 Uhr unterbrochen)

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