Dr. Anna Köbberling
Liebe Ellen, es tut mir leid, dass ich eben bei Deinem Nachnamen etwas konfus war. Das liegt daran, dass ich Dich so selten „Frau Demuth“ nenne. (Heiterkeit im Hause) Man kann es sich aber trotzdem nicht so einfach machen und sagen, na ja, das war eine gute Debatte. Sie haben – ich bin jetzt wieder beim Sie, wie sich das in diesem Saal gehört – Themen angesprochen, die das Land Rheinland-Pfalz betreffen. Ja, selbstverständlich. Deswegen müssen wir aber noch einmal ganz genau hinschauen. Sie haben das Thema „Ganztagsbetreuung“ angesprochen. Dazu möchte ich meinen Satz von eben etwas präzisieren und sagen, seit 20 Jahren sind wir an diesem Thema dran. Inzwischen sind 86,7 % aller unserer Grundschulen Ganztagsschulen und haben ein Ganztagsangebot. Weitere 116 Grundschulen machen ein Betreuungsangebot, das nicht als Ganztagsschule zählt. Damit haben in Rheinland-Pfalz fast alle Grundschulen ein Ganztagsangebot, und zwar jetzt schon. Das ist ein Erfolg dieser Landesregierung in 20 Jahren. (Beifall der SPD und bei dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Es war im Übrigen auch diese Landesregierung, die beim Thema „Betreuung“ die Ferienbetreuung ganz massiv ausgebaut hat. Hier kann ich einen Bogen zu den Themen der dualen Ausbildung, des Handwerks und vor allem der Imagebildung schlagen. Lieber Herr Kollege – Koblenzer – Stephan Wefelscheid, es bringt nämlich nichts – – – (Heiterkeit im Hause) – Auch da ist der Nachname nicht so häufig in Benutzung wie der Vorname, weil wir auch noch zusammen im Stadtrat sind, aber so ist das nun einmal. Auch beim Thema „Duale Ausbildung“ ist es wichtig, nicht nur zu beklagen, dass es ein schlechtes Image gibt, sondern etwas daran zu ändern. Ich habe schon gesagt, wir tun das mit der Elternkampagne. Die Handwerkskammern bieten aber auch mit Unterstützung der Landesregierung im Rahmen der Ferienbetreuung Feriencamps an, in denen sich Jugendliche eine längere Zeit in einem Beruf erproben können und nicht nur etwas über das Image hören, sondern ganz praktisch feststellen, wie es ist, in diesem Beruf zu arbeiten. Das sind die Ansätze, die wir bereits jetzt fahren. Auch führen wir nicht nur irgendwelche Debatten über die großen Aufgaben der Wirtschaftspolitik, die vor uns liegen. Das sind natürlich die Transformation der Wirtschaft, die Digitalisierung und die Dekarbonisierung bis allerspätestens Mitte des Jahrhunderts. In Rheinland-Pfalz haben wir einen Korridor vom Jahr 2035 bis 2040 vorgesehen. (Glocke des Präsidenten) Ich möchte sagen, das klappt nur im ganz engen Dialog mit der Wirtschaft. Wir sind in diesem Dialog. Wir waren am Montag bei der Landesvereinigung der Unternehmerverbände (LVU), haben mit den kompletten Spitzen der LVU gesprochen und über sehr viele Stunden einen intensiven Austausch geführt, wie wir in Sachen Transformation vorankommen. (Glocke des Präsidenten) Das sind nicht nur Debatten, sondern wir entwickeln eine konkrete Roadmap. So muss es laufen. Diesen Weg gehen wir, und das wird auch von außen wahrgenommen. Vielen Dank. (Beifall der SPD, bei dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und bei der FDP)
