Philipp Fernis
Sehr geehrter Herr Präsident, meine sehr verehrten Damen und Herren! Wir sehen seit gestern Bilder, die uns schockieren. Die Natur hat mit einer Macht zugeschlagen, die wir in Rheinland-Pfalz nicht kannten. Menschen haben ihr Leben verloren, und Menschen bangen um das Leben ihrer Angehörigen, Menschen trauern. Gleichzeitig erleben wir, dass unsere Rettungsdienste, die Polizei, die Bundeswehr, das Technische Hilfswerk, alle Institutionen, die in einem großen Maße von ehrenamtlichem Engagement leben, mit aller Kraft, mit allem Einsatz und – ja – auch mit vollem Risiko für das eigene Leben – aus NordrheinWestfalen hören wir, dass ein Feuerwehrmann schon sein Leben verloren hat – versuchen, Menschen zu retten, Menschen aus Gefahr zu befreien und Menschen zu zeigen, dass sie sich auf die staatliche Gemeinschaft und auf unsere Institutionen verlassen können. Menschen helfen einander, geben Menschen Obdach, die ihr Haus verloren haben. All das lässt die Dinge, über die wir mitunter leidenschaftlich streiten, klein erscheinen. Deswegen trägt die FDP-Fraktion selbstverständlich die Entscheidung mit, dass wir heute unsere Plenarsitzung vertagen und uns darauf beschränken, unser Beileid zu bekunden, was wir selbstverständlich auch tun, den Helferinnen und Helfern alles Gute und allen Erfolg dabei zu wünschen, Menschen aus größter Not und Gefahr zu retten und zu befreien. Auch wir werden uns dafür einsetzen, dass wir jede Not, so weit das irgend machbar ist, in Zukunft lindern und wie wir dafür sorgen können, dass wir besser geschützt sind vor solchen Naturereignissen. Jetzt aber ist erst einmal die Stunde, die akute Not zu lindern, zu retten, was zu retten ist, und dafür wünschen wir all denen, die im Einsatz sind, viel Erfolg, aber vor allen Dingen auch alles Gute für ihr eigenes Leben. (Beifall der FDP, der SPD, der CDU, des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie bei der AfD und bei den FREIEN WÄHLERN)
