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Berivan Aymaz

15.10.2026 Sitzungen 18/133

Für die Landesregierung spricht nun Minister Krischer. Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr: Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Eigentlich ist es gar nicht so kompliziert. Der Sikahirsch ist ein tolles Tier – übrigens mit interessanten Lautäußerungen, da kann ich dem Kollegen Dr. Kaiser nur zustimmen. (Heiterkeit von den GRÜNEN) 15.10.2026 Die ursprüngliche Verbreitung ist Ostasien. Man hat den Sikahirsch an alle möglichen Stellen dieser Welt gebracht, und da verursacht er diverse Probleme. Das haben viele Kollegen richtigerweise gerade schon beschrieben. Da wir ein Problem mit invasiven Arten haben, hat die Europäische Union eine Regelung getroffen, die besagt, dass man sich um diese wild lebenden Populationen kümmern muss und außerdem dafür sorgen muss – das ist der zweite Teil –, dass die Sikahirsche und die Tiere, die in Gefangenschaft gehalten werden, nicht weiter entweichen können, damit keine neuen Populationen entstehen, die entsprechende Schäden verursachen. Die Schäden sind im Lebensraum zu finden – auch in Form von Hybridisierung mit dem ebenso tollen Rothirsch. Das ist nicht gut für den Artenschutz. Es gibt Sikahirschhaltungen – das ist von den Kollegen beschrieben worden – in Nordrhein-Westfalen. Wir haben auch einige frei lebende Populationen – die größten mit etwa 5.000 Tieren im Arnsberger Wald. Die Haltungen, die es gibt und die gut geschützt sind, machen natürlich Sinn, weil das erst einmal den Tieren nützt und es vor allen Dingen auch wirtschaftlich Sinn macht und eine wirtschaftliche Existenz bedeutet. Deshalb hat die Landesregierung, als uns diese Verordnung und dieses Thema erreicht hat, sofort gehandelt und sich Gedanken darüber gemacht, wie man eigentlich dafür sorgen kann, dass auf der einen Seite der Sikahirsch keine Probleme verursacht und auf der anderen Seite diese Haltungen weiterhin möglich sind. Das ist eigentlich auch überhaupt kein Problem. Es gibt einen Ausnahmeparagrafen, der entsprechende Haltungen zulässt. Es ist gut, dass wir bei diesem Thema Unterstützung des Landtags bekommen, wenn dieser Antrag gleich eine Mehrheit erhält. Das ist gut. Wir sind nämlich schon mit Bayern und Schleswig-Holstein dabei – auch diese Bundesländer widmen sich der Fragestellung aus den genannten Gründen, und ich bin sicher, es werden noch weitere dazukommen –, einen entsprechenden Ausnahmeantrag zu erarbeiten, damit wir bei der Europäischen Union die Möglichkeit erhalten, Sikawild weiterhin in Gefangenschaft zu halten. Gleichzeitig werden wir als Landesregierung aber natürlich unsere Verpflichtung erfüllen, das Management der frei lebenden Tiere zu betreiben. Das ist also eine Sache, die auf gutem Wege ist. Ich finde es sehr passend, dass ich nun als letzter Redner vor den Ferien die Gelegenheit habe, diese gute Nachricht, die ganz überwiegend gemeinsam vom Haus getragen wird, noch einmal zusammenfassen zu dürfen. Landtag Ich freue mich besonders, dass der Kollege Dr. Kaiser die interessanten Lautäußerungen des Sikawildes erwähnt hat. Ich bin sicher, er wird die Ferienzeit nutzen, um den Brunftruf des Sikawildes – das ist nämlich ein abfallendes Schlurzen – oder den Warnruf – das wiederum ist ein hohes Pfeifen – zu üben, damit wir in Zukunft hier auch Anschauungsmaterial zum Sikawild erleben. (Heiterkeit von der CDU und den GRÜNEN) In diesem Sinne wünsche ich vonseiten der Landesregierung einen schönen Abend und für alle, die Ferien haben sollten in den nächsten Wochen, schöne Ferien. – Danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall von der CDU und den GRÜNEN)

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