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Susanne Schneider

FDP 15.10.2026 Sitzungen 18/133

Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Herr Klocke, ich habe Ihnen gerade sehr intensiv zugehört. (Arndt Klocke [GRÜNE] tauscht sich mit einer Abgeordneten aus. – Arndt Klocke [GRÜNE]: Ich höre Ihnen auch zu!) Ich höre Ihren Reden, wenn es um Gesundheit geht, immer sehr intensiv zu. Hallo? (Arndt Klocke [GRÜNE]: Ja, ich höre Ihnen zu!) Ich höre Ihnen immer sehr intensiv zu. Es war exakt der gleiche Redeeinstieg wie im letzten Jahr. Sie haben sich darüber gefreut, dass immer mehr Leute mit der grünen Schleife herumlaufen und gesagt, dass die Anträge der SPD zur psychischen Gesundheit sehr wichtig sind. Und was ist passiert? Im vergangenen Jahr ist gar nichts passiert. Im Gegenteil: Die psychische Versorgung in Nordrhein-Westfalen bzw. in Deutschland ist noch einmal dramatisch schlechter geworden, weil Menschen in Berlin auf die Idee gekommen sind, Psychotherapie zu budgetieren. Damit kommen wir nicht weiter. Allein mit dem Tragen grüner Schleifen werden wir nicht einem Menschen helfen, der psychische Probleme hat. (Beifall von der FDP – Vereinzelt Beifall von der SPD – Zuruf von Arndt Klocke [GRÜNE]) Seelische Gesundheit ist eine zentrale Voraussetzung für Lebensqualität und Teilhabe. Sie ist aber auch ein Wirtschaftsfaktor. Denn der Erfolg eines Unternehmens hängt auch von der mentalen Gesundheit der Mitarbeitenden ab. Die Wirtschaftspsychologin Selina Rex brachte es in einem Interview auf den entscheidenden Punkt: Psychische Gesundheit müsse man als Must-have ansehen und nicht als eine Sache, die abends mal eben in einem Yoga-Studio praktiziert werde. Psychische Erkrankungen gehören zu den häufigsten Ursachen für Arbeitsunfähigkeit und Frühverrentung. Lange Ausfallzeiten belasten Beschäftigte und Unternehmen gleichermaßen. Wer eine starke Wirtschaft will, der muss deshalb auch die seelische Gesundheit stärken.

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