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Berivan Aymaz

14.10.2026 Sitzungen 18/132

Liebe Kolleginnen und Kollegen, für die Landesregierung hat nun Minister Laumann das Wort. Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales: Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Die Transformation in der Arbeitswelt ist Realität; ganze Branchen verändern sich. KI zieht in die Wertschöpfungskette ein, und dies verändert Arbeitsprozesse, die Aufgaben und natürlich auch die beruflichen Wege von Menschen. Ich will, dass diese Menschen den Wandel gestalten können. Deswegen bin ich der festen Überzeugung, dass wir dringend eine neue Weiterbildungskultur in unserem Land brauchen – eine Kultur, die allen Menschen den Zugang zur Weiterbildung und Entwicklung ermöglicht, sei es im Bereich der Digitalisierung und der Künstlichen Intelligenz oder anderer Kompetenzen, die jetzt oder in der Zukunft benötigt werden. Lebenslanges Lernen muss zur betrieblichen Realität werden, und zwar für alle. Dies ist in erster Linie eine gemeinsame Haltung. Daraus folgen auch Aufgaben. Richtig ist die Beratung zu Fördermöglichkeiten von Qualifizierung der Bundesagentur für Arbeit. Zudem 14.10.2026 bestehen bereits tragfähige Netzwerke zwischen den Arbeitsmarktakteuren. Dabei werden Beratungs- und Förderangebote von Kammern, Wirtschaftsverbänden und Weiterbildungsträgern in unserem Land doch sehr sichtbar. Unterstützungskulturen werden so transparent. Gleichzeitig unterstützt die Landesregierung den Wandel in den Unternehmen. Dabei setzen wir natürlich auch auf unsere Stärke: die Sozialpartnerschaft. Das Zukunftszentrum KI, die Technologieberatungsstelle TBS und die Agentur T beraten gerade kleine und mittelständische Betriebe und ihre Beschäftigten bei der Umsetzung von KI. Ganz entscheidend ist dabei die Qualifizierung der Beschäftigten. Weiterbildung muss flexibler und unbürokratischer werden, denn sie wird aufgrund der schnellen Entwicklung kürzer, aber öfter nötig sein. Es braucht gesetzliche Änderungen im Qualifizierungschancengesetz unseres Landes. Genau dafür setze ich mich auf Bundesebene zurzeit sehr ein. Wir erleben nicht nur eine Zeit der Transformation, wir erleben leider auch eine Zeit der anhaltenden Wachstumsschwäche. Laut der im Antrag zitierten Bitkom-Studie erwarten 32 % der Unternehmen einen Stellenabbau in der IT durch Künstliche Intelligenz. Das sind auf der anderen Seite IT-Fachkräfte, die in anderen Unternehmen dringend gebraucht werden. Deshalb ist die Frage wichtig, wie wir diesen Menschen den Wechsel von Job zu Job erleichtern. Hier hat die Bundesagentur für Arbeit eine wichtige Aufgabe: Es muss endlich in diesem Land möglich werden, dass die Arbeitsplatzdrehscheibe wirklich die Regel wird und nicht die Ausnahme bei der Vermittlung von Menschen aus Arbeit in Arbeit ist. Es ist nicht Aufgabe der Landesregierung, eine vereinheitlichte Qualifizierungsphase vorzugeben. Selbstverständlich unterstützen wir aber seit Jahren die Entwicklung von Teilqualifizierungen durch entsprechende Partner. Auch im IT-Bereich gibt es sie bereits für den Fachinformatiker und die Fachinformatikerin. Wir müssen auch auf die Potenziale von Frauen schauen. Frauen sind in IT-Berufen nach wie vor deutlich unterpräsentiert. Quereinstiege können neue Wege eröffnen. Dafür müssen vorhandene Kompetenzen besser erkannt und passende Qualifizierung ermöglicht werden. Zum Schluss möchte ich sagen: Ich bin der festen Überzeugung, dass uns nicht allein Pilotprojekte diese Zukunft bringen, sondern wir haben einen Anspruch, gemeinsam mit den Partnern die Arbeitswelt und damit auch eine neue Weiterbildungslandschaft zu errichten. – Schönen Dank für die Aufmerksamkeit. (Beifall von der CDU und den GRÜNEN)

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