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Peter Blumenrath

CDU 16.09.2026 Sitzungen 18/129

Sehr geehrter Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wasser ist unser Lebensmittel Nummer eins. Wir drehen morgens den Hahn auf, und es ist da. Wir duschen, wir kochen, wir trinken, und meistens denken wir nicht einmal darüber nach. Genau das ist eigentlich der größte Erfolg unserer Wasserwirtschaft. Eine sichere Versorgung ist für uns selbstverständlich geworden. Aber diese Selbstverständlichkeit müssen wir auch in die Zukunft richten und sichern. Denn Wasser ist weit mehr als das, was aus unserem Wasserhahn kommt. Es ist Lebensgrundlage für Mensch und Tier, es ist unverzichtbar für unsere Natur. Unsere Landwirt-16.09.2026 schaft braucht selbstverständlich Wasser, unsere Industrie und auch unser Handwerk sind auf Wasser angewiesen. Unsere Flüsse sind zugleich Verkehrswege und damit Teil der Lieferketten unseres Landes. Kurz gesagt: Ohne Wasser funktioniert Nordrhein-Westfalen nicht. Unsere Vorfahren haben das früh verstanden. Vor rund 120 Jahren wurde beispielsweise die Solinger Talsperre gebaut. Später kamen große Speicher wie die Rur- und die Dhünntalsperre hinzu. Das waren Investitionen für Generationen, und genau so müssen wir heute wieder denken. Denn der Klimawandel verändert die Bedingungen. Trockenperioden, Starkregen und Hochwasser stellen unsere Infrastruktur vor gewaltige Herausforderungen. Deshalb dürfen wir Wasserpolitik nicht nur von einer Legislaturperiode zur anderen denken. Wir müssen heute Entscheidungen treffen, die in 20, 30 und 50 Jahren wirken. (Beifall von der CDU und den GRÜNEN) Genau das war der Auftrag unserer Enquetekommission mit 26 Sitzungen, 13 Anhörungen und 90 Referentenrunden. Auch das eine oder andere Kompromissbier gehörte dazu. Ich schaue in Richtung von Julia Kahle-Hausmann. (Julia Kahle-Hausmann [SPD]: Komm, das war doch gut! – Heiterkeit) Am Ende stehen 158 gemeinsame Handlungsempfehlungen zu Trinkwasser und Abwasser, zu Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Gartenbau, zu Hochwasser und Starkregen, zur Gesundheit, zu unseren Wasserstraßen, zum Bergbau und zu vielen weiteren Bereichen. Dabei zieht sich ein Gedanke durch unsere gesamte Arbeit: Wasser muss verfügbar sein, Wasser muss sauber sein, und Wasser muss verantwortungsvoll bewirtschaftet werden. Dafür brauchen wir Investitionen. Wir müssen Netze ertüchtigen und erweitern, wir brauchen Reserven und Speichermöglichkeiten, und wir müssen unsere Versorgungssysteme stärker miteinander vernetzen. Denn nicht überall fehlt Wasser. Manchmal fehlt die Möglichkeit, vorhandenes Wasser zur richtigen Zeit an den richtigen Ort zu bringen. Gerade für ein Industrieland wie Nordrhein-Westfalen ist genau das entscheidend. Denn Wasser ist nicht nur Lebensgrundlage, es ist heutzutage schlichtweg ein Standortfaktor. Vielleicht ist das wichtigste Ergebnis dieser zwei Jahre nicht eine einzelne der 158 Handlungsempfehlungen, sondern, dass wir bei einem Thema, das für kommende Generationen entscheidend sein wird, einen gemeinsamen Weg gefunden haben. CDU, SPD, Grüne und FDP tragen diese Empfehlungen Landtag gemeinsam mit nur einem inhaltlichen Sondervotum. Ich finde, das ist ein starkes Signal. (Beifall von der CDU, den GRÜNEN und der FDP) Denn eine Talsperre wird nicht für eine Wahlperiode gebaut, ein Wassernetz wird nicht für eine Wahlperiode ertüchtigt, und die Versorgungssicherheit endet nicht am nächsten Wahltermin. Deshalb möchte ich mich ausdrücklich bei allen bedanken, die in diesen zwei Jahren mit uns gearbeitet, diskutiert und um Kompromisse gerungen haben. Ich bedanke mich bei unseren Sachverständigen – allen voran bei Holger Gassner und dem BDEW –, die uns als Enquetekommission, aber gerade auch meine Fraktion mit Rat und Tat begleitet haben, bei unseren Referenten – bei uns vor allem auch Henning Schwarz – und natürlich bei den Kolleginnen und Kollegen der demokratischen Fraktionen für die wirklich gute Zusammenarbeit. Wir haben in Nordrhein-Westfalen heute eine sichere Wasserversorgung. Unsere Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass auch unsere Kinder und Enkel den Hahn aufdrehen können und genauso wenig darüber nachdenken müssen, wie es bei uns heutzutage der Fall ist. (Beifall von der CDU und den GRÜNEN) Wasser ist unser Lebensmittel Nummer eins. Eine sichere Wasserversorgung ist Daseinsvorsorge. Dafür haben wir mit diesem Bericht einen gemeinsamen roten Faden gelegt. Jetzt müssen wir ihn umsetzen. – Vielen Dank. (Beifall von der CDU und den GRÜNEN)

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