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Franziska Müller-Rech

FDP 16.07.2026 Sitzungen 18/128

Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Stellen Sie sich zwei kluge Kinder am ersten Schultag vor. Das eine kommt gut ausgestattet, fröhlich aus einem sehr gut ausgestatteten, behüteten Zuhause. Das andere kommt mit leerem Magen, mit Sorgen und mit einer leeren Schultüte. Beide sind clever, beide sind neugierig, beide haben Träume. Aber sie haben nicht die gleichen Chancen, diese Träume zu verwirklichen. Für uns ist seit jeher entscheidend: Daran müssen wir etwas tun, die Herkunft und das Elternhaus dürfen für kein Kind ein lebenslanges Bildungsurteil darstellen. (Beifall von der FDP) 16.07.2026 Es kann immer Gründe dafür geben, dass ein Kind mehr Unterstützung braucht. Aber das darf niemals eine Schicksalsfrage sein. Jedes Kind muss trotz aller Widrigkeiten die Chance bekommen, etwas aus seinem Leben zu machen. Das zu ermöglichen, ist unsere gemeinsame Aufgabe hier. NRW lässt aktuell zu viele kluge Kinder zurück. Zu viele können nicht richtig lesen, zu viele können nicht sicher rechnen. Zu viele Kinder verlassen die Schule ohne Abschluss und ohne echte Perspektive. CDU und Grüne reagieren darauf mit Modellprojekten, mit Pressekonferenzen und mit Arbeitskreisen. Aber diese Kinder brauchen keine Poesie aus der Pressestelle, Kinder brauchen Unterricht, individuelle Förderung und Lehrkräfte. Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir sehen, dass das eine Generaldebatte über den bildungspolitischen Zustand unseres Landes ist, und es ist auch gut, dass wir darüber sprechen. Lassen Sie mich sagen, die SPD beschreibt hier die Probleme sehr treffend. Der Bildungserfolg hängt zu stark vom Elternhaus ab. Gerade Schulen in schwierigen Lagen brauchen mehr Unterstützung. Sprachförderung muss früher beginnen. Aber wir kennen auch das bildungspolitische Ziel der SPD: längeres gemeinsames Lernen, weniger Differenzierung, ein anderer Leistungsbegriff und am Ende die Einheitsschule. Die SPD beantwortet Bildungsungleichheit … (Das Mikrofon am Redepult fällt aus. – Zurufe: Man hört Sie nicht mehr! – Stefan Zimkeit [SPD]: Das Mikro ist ausgegangen!)

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