Christian Loose
Die Kirchenvertreterin war keine Vertreterin der Opfer. (Thorsten Schick [CDU]: Einfach mal zuhö- ren! – Weitere Zurufe) Die Gedenkfeier gestern war wirklich beschämend. Deutschland hat einen Mitteltemperaturwert von 10 Grad, (Zuruf von Mehrdad Mostofizadeh [GRÜNE]) und Sie glauben wirklich, dass wir in Deutschland ein Problem mit Hitze hätten. (Zuruf von Simon Rock [GRÜNE]) Weltweit haben wir Naturkatastrophen, und Sie sagen: Das wird immer schlimmer. Die Menschen sterben daran. (Zuruf von den GRÜNEN) Zu Beginn des 20. Jahrhunderts starben weltweit im Durchschnitt rund 500.000 Menschen pro Jahr an Naturkatastrophen. (Jule Wenzel [GRÜNE]: Wo waren denn Ihre Abgeordneten bei der Gedenkstunde?) Heute sind es trotz einer Vervierfachung der Weltbevölkerung 50.000 Menschen pro Jahr. Das entspricht einem Rückgang von 90 % bei den absoluten Opferzahlen und von über 97 % pro Kopf. Kältetote – das hatte Herr Dr. Vincentz ja schon gesagt – stehen laut einer Studie von LANCET Public Health mit dem Faktor 8:1 im Verhältnis zu Hitzetoten. Wir haben also eine große Anzahl geretteter Menschen in der Welt, die sich nicht mehr vor Wetterkatastrophen fürchten müssen. Grund sind natürlich Schutzmaßnahmen wie Dämme oder andere Maßnahmen, etwa medizinische, die dort greifen. Allein das China-Hochwasser 1931 hat durch die Flut, durch das Ertrinken 150.000 Menschen getötet, und mehrere Millionen sind am Ende durch Dürre und durch Seuchen gestorben. Aber Sie – die Grünen gerade auch wieder – fördern immer wieder die sogenannte Klimakrise zutage. Deshalb möchte ich Gerd Buurmann zitieren, der vor zwei Tagen Folgendes auf Twitter geschrieben hat: „Ich verstehe die ganze Diskussion darüber nicht, ob der Klimawandel nun vom Menschen verursacht ist oder nicht. Für den Umgang mit der Situation ist diese Frage nämlich völlig irrelevant. (Zuruf von der SPD: Nein!) 15.07.2026 Das Klima verändert sich ständig, und in den vergangenen Jahrzehnten ist eine deutliche Erwärmung zu erkennen. Es ist egal, wie hoch der Einfluss des Menschen auf diesen Klimawandel ist, denn auf den Umgang mit dem Klimawandel hat die Frage nach der Intensität des Einflusses des Menschen keinen entscheidenden Einfluss. Die entscheidende Frage lautet nämlich: Wie gehen wir mit dem Klimawandel um? Auf diese Frage gibt es nur eine sinnvolle Antwort: Wir müssen technische Lösungen entwickeln, die es uns ermöglichen, mit den Veränderungen zu leben. (Zuruf von Dietmar Brockes [FDP]) Heute sterben deutlich weniger Menschen an extremer Hitze und extremer Kälte als vor 100 Jahren, weil wir Heizungen und Klimaanlagen haben, weil wir in der Landwirtschaft und in der Medizin enorme technische Sprünge gemacht haben. Genau diesen Weg müssen wir weitergehen. Deshalb halte ich es für einen großen Skandal, dass wir in Deutschland, einem der technologisch fortschrittlichsten Länder der Welt, noch immer Krankenhäuser haben, in denen Menschen bei großer Hitze ohne ausreichende Klimatisierung behandelt werden müssen. Es ist verrückt, zu glauben, der Schlüssel im Umgang mit dem Klimawandel liege vor allem darin, das Klima durch politische Vorgaben zu beeinflussen und das Verhalten der Menschen weltweit entsprechend zu verändern. Selbst wenn man davon ausgeht, dass menschliche Emissionen einen entscheidenden Einfluss auf die Erwärmung haben und dass eine Reduzierung dieser Emissionen die zukünftige Entwicklung beeinflussen kann, bleibt die gigantische Frage bestehen: Wie soll dieser Ansatz denn bitte schön weltweit umgesetzt werden? Es gibt Milliarden Menschen, Milliarden Entscheidungen, unterschiedliche Kulturen, unterschiedliche wirtschaftliche Voraussetzungen und völlig unterschiedliche politische Systeme. Wer glaubt, das Verhalten der gesamten Menschheit steuern zu können und zu dürfen, ist wahnsinnig. Wie will man acht Milliarden Menschen dazu bringen, dauerhaft nach einem bestimmten politischen und gesellschaftlichen Konzept zu handeln? Niemand kann einen Plan errechnen, der so gut ist, dass sich acht Milliarden Menschen gefälligst daran zu halten haben. Mit welcher Macht denn auch? Mit welcher Kontrolle? Mit welchem Zwang? Der Glaube, dass der Mensch ein so komplexes System wie das Klima vollständig verstehen, be-Landtag rechnen und anschließend kontrollieren kann, ist ein äußerst gefährlicher Größenwahn. Wenn Menschen glauben, sie könnten die gesamte Welt mit Berechnungen, Prognosen und politischen Vorgaben beherrschen, überschätzen sie ihre eigenen Fähigkeiten massiv. Das ist kein Ausdruck von Weisheit, sondern von Selbstüberschätzung. Menschen haben große Herausforderungen nicht dadurch gelöst, dass sie die Welt vollständig kontrollieren wollten. Sie haben sie gelöst, indem sie erfunden, geforscht und sich angepasst haben. Die Welt lässt sich nicht beherrschen. Sie lässt sich nur verstehen, gestalten und mit den richtigen Werkzeugen bewältigen. (Zuruf von Christin Siebel [SPD]) Genau dafür ist Technik da: nicht, um die Natur zu kontrollieren, sondern um Menschen zu schützen. Die Antwort auf den Klimawandel ist deshalb nicht Angst, nicht der Traum von totaler Kontrolle, nicht der Versuch, das Verhalten der gesamten Menschheit zentral zu planen. (Zurufe von Mehrdad Mostofizadeh [GRÜNE] und Christin Siebel [SPD]) Die Antwort ist Fortschritt, Forschung und Technik. (Thorsten Klute [SPD]: Nicht ernst zu nehmen!) Wir müssen Lösungen entwickeln, die Menschen schützen und ihnen ermöglichen, auch in einer sich verändernden Welt sicher, frei und selbstbestimmt zu leben. (Zuruf von Mehrdad Mostofizadeh [GRÜNE]) Stellen wir uns nur einmal vor, die Menschen hätten vor 100 Jahren nicht gesagt: ‚Wir müssen lernen, mit Hitze und Kälte umzugehen‘, sondern: ‚Wir brauchen eine Wunderwaffe, mit der wir das Klima kontrollieren und die Natur mit unseren Berechnungen und Plänen in die gewünschte Richtung zwingen‘. (Zuruf von Mehrdad Mostofizadeh [GRÜNE]) Es gäbe dann heute deutlich mehr Klimatote.“ (Thorsten Klute [SPD]: Es ist so absurd!) Das war Gerd Buurmann von der Achse des Guten, (Lachen von Thorsten Klute [SPD] und Rodion Bakum [SPD]) einem Magazin, das von jüdischen Betreibern stammt und das ich jedem empfehlen kann. (Beifall von der AfD – Rodion Bakum [SPD]: Nennen Sie den Wissenschaftler? Die AfD in der Intelligenzkrise!) 15.07.2026
