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Berivan Aymaz

18.06.2026 Sitzungen 18/125

Vielen Dank. – Für die Landesregierung hat nun Herr Minister Krischer das Wort. 18.06.2026 Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr: Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich glaube, es ist in der bisherigen Debatte schon deutlich geworden: Hier geht es nicht um ein Museum für Naturschutzgeschichte. Es geht nicht um eine Stiftung für Naturschutzgeschichte. Es geht schon gar nicht um den Schutz der Natur oder irgendetwas. Es geht einzig und allein darum, dass die AfD sich eines Themas bemächtigen will und ganz bewusst, wie wir das kennen, die Fakten außer Acht lässt, um hiermit Stimmung zu machen, Unwahrheiten zu verbreiten und am Ende Positionen zu formulieren, die Erfolge und Fortschritte infrage stellen sollen. Meine Damen und Herren, das können und das werden wir nicht akzeptieren. (Beifall von der CDU, der SPD und den GRÜNEN) Die Stiftung Naturschutzgeschichte ist 1996 gegründet worden. Die Stiftungsurkunde – man muss nur auf die Homepage schauen – haben unter anderem die damalige nordrhein-westfälische Umweltministerin Bärbel Höhn und der damalige brandenburgische Umweltminister Matthias Platzeck unterzeichnet. Ich will gar nicht wissen, was die beiden denken würden, wenn sie jetzt sehen würden, wie diejenigen, die gegen Naturschutz arbeiten und Naturschutz infrage stellen, hier dieses Thema instrumentalisieren. Sie würden sich schütteln. Schon allein das sollte uns eine Mahnung sein. Es ist richtig gesagt worden: Diese Stiftung ist eine privat organisierte Stiftung. Sie entscheidet, wie sie ihre Arbeit durchführt. Ich kann hier nur berichten: Sie macht ihre Arbeit. Sie hat eine Handreichung zum Umgang mit rechtsextremen Tendenzen im Naturschutz verfasst. Sie ist in vielfältiger Weise tätig, die Geschichte des Naturschutzes in allen Bereichen aufzuarbeiten. Das findet nach wie vor statt. Es ist hoch anerkennenswert, dass die Stiftung hier ihre Arbeit tut. Ihre Arbeit besteht auch darin, dass sie ein Museum, das in die Jahre gekommen ist, kritisch überprüft, sich die Besucherzahlen anschaut, Aufwand und Ertrag bemisst und dann entscheidet: Wir müssen uns hier neu, anders, zeitgemäßer aufstellen. – Es ist die normale Arbeit eines jeden Museums, einer jeden Stiftung, dies entsprechend zu machen. Diese Arbeit der Neukonzeption auch eines Museums findet statt. Selbstverständlich spielen digitale, virtuelle Elemente und der Transport in die digitale Welt, um ein breiteres Publikum zu erreichen, eine entscheidende Rolle. Deshalb ist die Arbeit für die Naturschutzgeschichte in Nordrhein-Westfalen keinesfalls zu Ende. Sie geht weiter, nur auf eine andere Art und Weise und nicht in dieser Form, in diesem Museum, wie es 15 Jahre Landtag lang der Fall war. Das ist kein Skandal, sondern eine völlig normale Entwicklung. Ich kann vonseiten der Landesregierung sagen: Dort, wo wir gefragt werden, wo unsere Aktivität gefordert ist, werden wir diese Arbeit wie in der Vergangenheit weiterhin begleiten und positiv unterstützen. Die Debatte hier zeigt, wie wichtig und notwendig die Arbeit zur Naturschutzgeschichte ist. Es war in Deutschland schon einmal der Fall, dass Naturschutz mit völkischen, rassistischen Ideologien instrumentalisiert wurde, um Menschen zu blenden und zu gewinnen. Wir alle sollten dafür sorgen – das ist auch bitter nötig –, dass sich diese Geschichte nicht wiederholt. Schon allein deshalb ist die Stiftung für Naturschutzgeschichte mit allem, was sie erarbeitet, notwendig und richtig und sollte nicht von einer Partei instrumentalisiert werden. – Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall von der CDU, der SPD, den GRÜNEN und der FDP)

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