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Bianca Winkelmann

CDU 17.06.2026 Sitzungen 18/124

Absolut. Und er wandert gleich los. Wir stellen zum jetzigen Zeitpunkt Landtag diesen Antrag, um einem weiteren Rückgang bestmöglich entgegenzuwirken, und wir beschäftigen uns heute genau zur passenden Uhrzeit mit dem Igel, denn mit Beginn der Dämmerung wird der kleine Einzelgänger wach und spaziert durch unsere Gärten. Neben den eingangs erwähnten Ehrenamtlichen hat sich auch die Tierschutzbeauftragte des Landes, Frau Dr. von Dehn, bereits intensiv mit dem Igel beschäftigt. Es gibt verschiedene Flyer und Informationsmaterialien zu igelfreundlichen Gärten, zu Gefahrenquellen und zum sachgerechten Umgang mit dem beliebten Wildtier. Sie führt Gespräche, klärt über den Umgang mit dem Igel auf und organisiert Treffen, beispielsweise mit Herstellern von sogenannten Mährobotern, auf die ich im weiteren Verlauf noch zu sprechen komme. Liebe Frau Dr. von Dehn – ich glaube, sie ist nicht mehr da –, auf jeden Fall ein großes Dankeschön auch an Sie. (Unruhe – Zurufe von der CDU: Pscht!) Uns geht es in diesem Antrag darum, auf die verschiedenen Gefahren hinzuweisen, die im Alltag im dicht besiedelten und einwohnerstärksten Bundesland auf den Igel warten. Wir möchten gemeinsam mit Ihnen allen, liebe Kolleginnen und Kollegen, Vorschläge auf den Weg bringen, mittels derer wir den Umgang mit dem kleinen, nachtaktiven Säugetier verbessern können. Es geht uns auch darum, die vielen guten Maßnahmen zu bündeln, die zu seinem Schutz schon existieren. Es geht in diesem Antrag nicht nur darum, ein Nachtfahrverbot für Rasenmähroboter zu erlassen, denn das liegt gar nicht in unserem Zuständigkeitsbereich. Kreise und Kommunen können und sollten im Rahmen ihrer kommunalen Selbstverwaltung entscheiden, ob so ein Verbot erlassen werden soll oder nicht. Einzelne Kreise und Städte in Nordrhein-Westfalen haben bereits per Allgemeinverfügung ein Nachtfahrverbot erlassen, um vor allem den Igel und andere nachtaktive Kleintiere zu schützen. (Beifall von der CDU und den GRÜNEN) Genau da setzt unser Antrag mit dem Hinweis an, sich auf Bundesebene für dieses Thema einzusetzen. Viele Menschen lassen bereits jetzt aus eigener Verantwortung heraus ihre Mähroboter nur tagsüber fahren. Darüber hinaus ist es technisch ein großer Fortschritt, dass die neuesten Modelle mit Igelschutz ausgestattet sind. Gefahren gibt es allerdings zahlreiche für unseren heimischen Braunbrustigel. Auch der Straßenverkehr ist eine große Gefahr für ihn. Ihr Schutzverhalten sich einzurollen, hilft gegen Fressfeinde, ist im Straßenverkehr aber oft eine tödliche Falle. Uns geht es in diesem Antrag auch darum, unsere Landestierschutzbeauftragte in ihren Bemühungen zu stärken und zu unterstützen. Daher schlagen wir vor, unter der Federführung des Landwirtschaftsminis-17.06.2026 teriums einen Runden Tisch „Igelschutz“ einzurichten und die maßgeblichen Akteure mit einzubinden. Uns ist es ebenso ein Anliegen, ein Netzwerk zum Austausch unter der Leitung von Frau von Dehn zwischen den vielen Akteuren der ehrenamtlichen Igelhilfe zu initiieren – auch um möglicherweise landesweite Leitlinien für eine igelfreundliche Umgebung wie naturnahe Gärten mit Rückzugsorten zu erarbeiten und die vielen Aktivitäten der Igelhilfe besser zu bündeln. Artenschutz beginnt vor der eigenen Haustür. Jeder von uns kann einen kleinen Beitrag leisten, das Leben des kleinen, stacheligen Gefährten in seinem eigenen Umfeld zu verbessern. – Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall von der CDU und den GRÜNEN)

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