Arndt Klocke
Ja, das ist mir sehr wohl bekannt. Ich dachte, dass sie schneller anspringt. (Zuruf von Jens-Peter Nettekoven [CDU]) Um es zusammenzufassen: Wir appellieren dringend, dass dieser Beschluss nicht nur überprüft, sondern zurückgenommen wird. Es gibt die Klage der Kassenärztlichen Vereinigung. Es wird spannend sein, was dabei herauskommt. Ich hoffe, dass es vorher noch eine Entscheidung gibt. Denn unabhängig davon, wie die Gehälter in den letzten Jahren gestiegen sind, ist das Entscheidende bei dieser Frage, dass bei denen, die tagtäglich im Einsatz sind, mit ihren Klientinnen und Klienten arbeiten und mit voller Leidenschaft eine solche Praxis betreiben, angekommen ist, dass ihre Arbeit nicht wertgeschätzt wird und sie dann eine deutliche Einkommensverschlechterung haben, wenn sie weiterhin verstärkt mit Kassenpatientinnen und Kassenpatienten arbeiten und sich nicht zusätzlich Privatpatienten in die Praxis holen. Das ist das politische Signal in einer Zeit großer Verwerfungen, in der immer mehr Leute psychothera-07.05.2026 peutische Hilfe suchen und – ich sage das auch im Positiven – mehr über mentale Gesundheit offen gesprochen wird. Das ist heute anders als noch vor 20 oder 30 Jahren. Immer mehr Menschen reden offener und suchen Hilfe. Wenn als politisches Signal kommt, dass die Gehälter und die Honorare gekürzt werden, dann ist das absolut falsch. Ich habe das hier schon in einer Rede vor sechs Wochen gesagt. Deswegen ist unser Appell, diese Entscheidung nicht nur zu überprüfen, sondern sie auch zurückzunehmen All diejenigen, die Möglichkeiten haben, in allen Varianten – ob der Landesgesundheitsminister in Form von Gesprächen in Berlin, die SPD als Teil der Bundesregierung oder wir mit unseren Kontakten –, sollten Druck machen, damit diese Entscheidung zurückgenommen wird. Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten brauchen mehr Unterstützung. Es braucht auch mehr Kassenplätze.
