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Anke Fuchs-Dreisbach

CDU 07.05.2026 Sitzungen 18/122

Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wie junge Menschen nach der Schule ihren Weg finden, geht uns alle an. Viele hier werden sich noch an den Start in ihr eigenes Berufsleben oder in die weiterführende Bildungslaufbahn erinnern. Ganz sicher wusste nicht jeder hier im Saal nach der Schule mit 16 oder 18 Jahren schon, was er werden möchte, vielmehr war es ein Prozess. Heute gibt es für die jungen Menschen eine Menge Unterstützung bei der Berufswahl. Ja, die Zahlen aus der Statistik sind hoch, aber sie zeigen kein Scheitern der Landesregierung, sondern dass wir seit 2024 genauer hingucken. Schulen melden Jugendliche ohne klare Anschlussperspektive jetzt verpflichtend an die Bundesagentur für Arbeit. Das macht die Lage transparenter und die Unterstützung verlässlicher. Das gab es vorher nicht. Die Zahlen erfassen die Situation ehrlicher, und man kann sich früher kümmern. Es geht hier auch nicht nur um Jugendliche ohne Chancen, auch diejenigen, deren nächster Schritt noch unklar ist, werden mit einbezogen. Genau das ist der Sinn: Niemand geht hier verloren. – Das nennt man Verantwortung. (Beifall von der CDU – Vereinzelt Beifall von den GRÜNEN) Fast die Hälfte der Jugendlichen war bereits in Beratung. Die Schulen machen hier einen richtig guten Job und schauen hin, wer Unterstützung braucht. Die Verantwortungskette ist eben aufgezeigt worden: Lehrkräfte melden an die Arbeitsagentur, diese übernimmt, bindet Jobcenter und Jugendhilfe ein und begleitet bis zum nächsten Schritt. Vor den Sommerferien werden konkrete Angebote organisiert, die Beratung geht aber auch in den Ferien weiter. (Unruhe – Glocke) Wenn die Eltern bzw. die Familien ihrerseits die Jugendlichen dabei motivieren und unterstützen, ist es noch besser. Alle haben das gleiche Ziel: jungen Menschen ins Berufsleben hineinzuhelfen. Darauf bauen wir auf. Mit „Jugend in Beruf“ testen aktuell 16 Schulen neue Ansätze, die später landesweit eingeführt werden sollen. Auf „Kein Abschluss ohne Anschluss“ ist hier mehrfach eingegangen worden. Ganz individuell unterstützen wir mit KAoA-STAR und KAoA-kompakt gezielt junge Menschen, die noch mehr Hilfe brauchen. 07.05.2026 Klar ist aber auch: Wir haben Herausforderungen, für die wir noch bessere Lösungen finden müssen. Damit meine ich, dass wir offene Stellen besser mit den Suchenden zusammenbringen müssen. Dabei kann natürlich Reinschnuppern helfen. Da ist der wichtige Ansatz: mehr Praxiserfahrung. Das bedeutet längere Praktika und intensivere Kontakte zu den Betrieben. Unternehmen und Kammern werden stärker eingebunden, damit Jugendliche und Betriebe ganz früh zueinanderfinden. Zur Finanzierung. Trotz angespannter Haushaltslage investieren wir gezielt. Für KAoA stehen insgesamt 12,7 Millionen Euro bereit, dazu 8 Millionen Euro für die Berufseinstiegsbegleitung. Weitere Programme bringen es zusammen auf rund 30 Millionen Euro. Insgesamt fließen über 50 Millionen Euro in die Berufsorientierung, in den Übergang Schule/Beruf und mehr als 130 Millionen Euro in die Arbeitsförderung, ein großer Teil davon wiederum in Ausbildung und Qualifizierung. Wenn hier kritisiert wird, dass die Mittel aus dem EU-Parlament kommen, kann ich nur sagen: Uns ist das einerlei. Das schafft uns hier in Nordrhein-Westfalen mehr Möglichkeiten, das Geld anderweitig gut einzusetzen. Wenn das von anderen übernommen wird, hilft uns das. Unser Ziel ist klar: Junge Menschen sollen die Schule mit Perspektive verlassen. Eine Ausbildung ist dabei der beste Weg in ein selbstbestimmtes Leben. Genau dafür setzen wir uns ein. – Vielen Dank. (Beifall von der CDU – Vereinzelt Beifall von den GRÜNEN)

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