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Christian Loose

AfD 20.03.2026 Sitzungen 18/120

Vielen Dank. – Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Zum Glück hat das Gas diesen Winter gereicht, doch die Speicher sind nahezu leer. Und was ist mit dem nächsten Winter? Der Gasspeicherverband INES schlägt Alarm – Zitat –: „Die eigentliche Herausforderung liegt jetzt vor uns – bei der Wiederbefüllung der Speicher für den kommenden Winter.“ Das ist keine Randnotiz, sondern eine klare Warnung. Deshalb ist unser Antrag so wichtig; (Thorsten Klute [SPD]: Total wichtig!) denn die Regierung hat bei der Versorgung mit Gas versagt. Die Speicher waren nicht rechtzeitig gefüllt, nämlich zum 1. November 2025 mit nur 75 % Füllungsstand statt der gesetzlich vorgeschriebenen 90 %. Zum 1. Februar 2026 lag der Speicherstand gerade so über der Mindestgrenze. Es blieb kein Sicherheitspuffer. Alles war mit Risiko auf Kante genäht. Wenn diese Entwicklung so weitergeht, laufen wir in einen bedrohlichen Gasmangel. Ein Gasmangel trifft aber das industrielle Herz Deutschlands, nämlich Nordrhein-Westfalen: Stahl, Chemie, Glas und Papier – Hunderttausende Arbeitsplätze hängen daran. Wenn Gas fehlt oder zu teuer wird, dann stehen hier nicht nur die Heizungen still, sondern auch die Industrie. Dann brechen Lieferketten zusammen, und es gehen Arbeitsplätze verloren. Bereits jetzt verlieren wir 10.000 Arbeitsplätze in der Industrie, jeden Monat. Bereits jetzt schließen Firmen, alle 20 Minuten eine Insolvenz in Deutschland. Bereits jetzt wandern Deutsche aus, jeden Monat 20.000 Menschen. Die einzige Partei, die diesen Irrweg noch beenden kann, das wird die Alternative für Deutschland sein. (Beifall von der AfD) 20.03.2026 Sie hingegen treiben unsere Energieversorgung immer tiefer in die Importabhängigkeit, vor allem in die anfälligste Form, den globalen LNG-Markt, also den Markt für teures Flüssiggas. Dort fehlen Mengen, dort fehlen Transportschiffe, und die Preise steigen. Lieferketten sind gestört. Wichtige Transportwege wie die Straße von Hormus sind aktuell nicht mehr passierbar. Genau in dieser Lage erhöhen Sie sogar noch den Gasbedarf mit neuen Gaskraftwerken als Reserve für Dunkelflauten, verursacht durch Ihre Fixierung auf Windindustrieanlagen und Photovoltaikanlagen. Das heißt, mehr Nachfrage nach Gas, und das bei unsicherer Beschaffung, das bedeutet steigende Preise. Das ist kein Konzept, das ist ein energiepolitischer Irrweg, den Sie hier beschreiten. Genau an dieser Stelle zeigt sich, wie falsch Ihr Weg ist, denn selbst auf europäischer Ebene wird der Energiemarkt neu bewertet. Das gilt auch für Kernkraft. Die EU-Kommissionspräsidentin Frau von der Leyen, die selbst 2011 namentlich für den Ausstieg aus der Kernkraft gestimmt hat, spricht bei ihrer damaligen Entscheidung inzwischen von einem strategischen Fehler. Während Europa umdenkt, halten Sie allerdings an alten Fehlentscheidungen fest. Dabei hatte gerade Nordrhein-Westfalen einmal das Know-how: Kalkar, Hamm-Uentrop, Jülich, Technologiekompetenz, industrielle Stärke. All das haben Sie aufgegeben. Heute gibt es Importabhängigkeit statt Eigenständigkeit, Unsicherheit statt Versorgungssicherheit. Moderne Kernkraft ist eine Frage von Versorgungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und Souveränität und gehört genau deshalb zurück in unseren Energiemix. Wir brauchen endlich einen Kurswechsel: Erstens. Heimische Gasquellen nutzen. Zweitens. Braunkohle nicht mit Rheinwasser ersäufen, sondern weiter nutzen. Drittens. Kernkraft wieder verfügbar machen und ausbauen. So sichern Industrienationen ihre Energieversorgung. So sichern diese ihren Wohlstand. So sichern sie ihre Arbeitsplätze. Die AfD will genau das und wird sich auf die deutschen Interessen konzentrieren. Wir werden unser Land zurück in die Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit und Umweltverträglichkeit führen für Freiheit, Wohlstand und Vernunft. – Vielen Dank. (Beifall von der AfD)

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