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Gönül Eglence

GRÜNE 20.03.2026 Sitzungen 18/120

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleg*innen der demokratischen Fraktionen! Ich will mit Folgendem starten: Heute beginnt das Zuckerfest. Viele Schülerinnen und Schüler gehen nicht zur Schule, weil sie dieses Fest begehen. Dazu möchte ich gerne meine Glückwünsche aussprechen. Morgen werden sehr viele Kinder noch zusätzlich das Newrozfest feiern. Es sind also schöne Tage. (Beifall von den GRÜNEN und der SPD) Zum Thema: Ein guter Start in die Schule ist entscheidend, darin sind wir uns alle einig. Den Weg, den die FDP vorschlägt, ist aus unserer Sicht aber nicht der richtige. Denn was auf den ersten Blick nach Förderung klingt, ist in Wahrheit ein Schritt in die Richtung früher Aussonderung. Landtag Kinder, die gerade am Anfang ihres Bildungsweges stehen, werden in schulfähig – in Anführungsstrichen – und nicht schulfähig eingeteilt und dann getrennt beschult. Das ist nicht nur pädagogisch fragwürdig, sondern auch gesellschaftlich problematisch. Denn wir wissen, dass frühzeitige Trennung zu Stigmatisierung führt. (Franziska Müller-Rech [FDP]: Wenn man Förderung jetzt schon als problematisch be- zeichnet!) Sie verstärkt genau die Ungleichheiten, die wir eigentlich abbauen wollen. (Zurufe von Franziska Müller-Rech [FDP] und Stefan Zimkeit [SPD]) Unser Ziel muss ein anderes sein, nämlich Ungleichheiten früher auszugleichen, bevor sie sich verfestigen. (Zuruf von Franziska Müller-Rech [FDP]) Deshalb setzen wir dort an, wo es wirklich wirkt: bei der frühkindlichen Bildung. (Franziska Müller-Rech [FDP]: Nein, eben nicht! – Zuruf von Henning Höne [FDP]) – Doch, das tun wir, weil wir vor der Schule ansetzen. Sie wollen die Kinder in die Schule bringen und dann getrennte Klassen machen. Das ist das, was Sie mit Ihrem Antrag sagen. (Franziska Müller-Rech [FDP]: War Ihre Rede schon fertig geschrieben, bevor Sie überhaupt die von Herrn Höne gehört haben? Herr Kollege Höne hat sich vier Minuten intensiv damit auseinandergesetzt!) Genau das wollen Sie aber eigentlich nicht machen. Dass die Sprache Schlüssel für Bildung und Teilhabe ist, darüber sind wir uns auch einig. Sie wird aber nicht in separaten Übergangsklassen gelernt, sondern im Alltag, von Kindern in Kitas, im Spiel, im sozialen Miteinander. (Zurufe von Franziska Müller-Rech [FDP], Flo- rian Braun [CDU] und Stefan Zimkeit [SPD]) Darum stärken wir auch die vorschulische Sprachförderung systematisch. Darum sorgen wir dafür, dass jedes Kind, das Unterstützung braucht, diese auch bekommt – verbindlich und frühzeitig. (Beifall von Jule Wenzel [GRÜNE] – Zuruf von Henning Höne [FDP])

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