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Claudia Schlottmann

CDU 20.03.2026 Sitzungen 18/120

Liebe Frau Müller-Rech, vielen herzlichen Dank für Ihre Frage. Ich kann Ihnen aus einem heutigen Gespräch mit den kommunalen Spitzenverbänden berichten, dass sie die ABC-Klassen genau in der Ausführung, wie wir sie vorstellen, unterstützen. (Dilek Engin [SPD]: Nein, das ist aus dem Zu- sammenhang gerissen!) Dieses Gespräch hat heute Morgen zwischen 8:00 und 10:00 Uhr stattgefunden. Bitte! (Dilek Engin [SPD]: Das glaube ich nicht!) – Frau Engin, das mögen Sie nicht glauben, aber ich meine, das muss ich jetzt nicht weiter belegen. (Dr. Dennis Maelzer [SPD]: Das entspricht nicht den schriftlichen Stellungnahmen, die uns vorliegen! – Zuruf von Franziska Müller-Rech [FDP]) Warum wollen wir also ein neues, aufwendiges System schaffen, wenn bereits ein praktikabler Ansatz vorliegt? (Marcel Hafke [FDP]: Das ist vielleicht das Problem!) Auch dem Vorwurf der unklaren Umsetzung kann ich nicht folgen. Jede Reform birgt zunächst organisatorische Fragen. Das ist kein Argument gegen die Maßnahme selbst, im Gegenteil. Gerade weil das Problem so dringend ist, wollen wir bestehende Landtag Konzepte weiterentwickeln, statt sie vorschnell zu verwerfen. (Zuruf von Marcel Hafke [FDP]) Außerdem hat die Landesregierung auf die Kritik aus den Kommunen gehört und entsprechende Punkte aufgenommen, wie das Belastungsausgleichsgesetz, das Themen der Räumlichkeit und der Fahrkosten regelt. Damit ist meiner Meinung nach klar, dass wir mit den ABC-Klassen eine Antwort darauf haben, wie wir Kinder und schlussendlich auch Lehrkräfte besser unterstützen können – für einen erfolgreichen Einstieg in die Schullaufbahn. Hier bedarf es keinerlei Alternativen. Noch ein letzter Gedanke sei mir gestattet: Bildungspolitik darf sich nicht an den idealen Bedingungen orientieren, sondern an der Realität. Diese Realität ist heterogen. Kinder kommen mit unterschiedlichsten Voraussetzungen in die Schule. Ein einheitlicher Startpunkt ist daher oft eine Illusion. ABC-Klassen tragen dieser Realität Rechnung. Sie schaffen keine Ausgrenzung, sondern ermöglichen Teilhabe. Sie verhindern nicht Integration, sondern bereiten sie vor. Sie geben Kindern die Chance, nicht von Anfang an den Anschluss zu verlieren. Deshalb sollten wir sie nicht als Problem, sondern als Teil der Lösung sehen. – Vielen Dank für die Aufmerksamkeit. (Beifall von der CDU und den GRÜNEN)

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