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André Kuper

20.03.2026 Sitzungen 18/120

Danke, Herr Beucker. – Für die Landesregierung spricht nun Frau Ministerin Brandes. Ina Brandes*), Ministerin für Kultur und Wissenschaft: Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Wir in Nordrhein-Westfalen können stolz auf unsere Universitäten sein. Sie haben 15 Cluster eingeworben – mehr als jedes andere Bundesland in Deutschland. (Vereinzelt Beifall von der CDU) Die Universität Bonn hat mit acht Clustern mit Abstand am erfolgreichsten von allen Universitäten abgeschlossen. Und wir dürfen uns mit fünf Universitäten um den Exzellenzstatus bewerben. Auch das sind die meisten in der gesamten Bundesrepublik. (Beifall von der CDU, den GRÜNEN und Christin Siebel [SPD]) Unsere Universitäten haben in jeder Kategorie gewonnen. Bayern ist auf Platz drei – nicht, dass es ein Wettbewerb wäre, aber ich glaube, es ist wichtig zu sagen. (Beifall von der CDU, den GRÜNEN und Dr. Werner Pfeil [FDP] – Vereinzelt Heiterkeit von der CDU und den GRÜNEN) Am letzten Mittwoch kam die nächste wunderbare Nachricht, dass Bonn und Aachen ihren Exzellenzstatus erfolgreich verteidigt haben. Dazu unseren herzlichen Glückwunsch! (Beifall von der CDU und Dr. Werner Pfeil [FDP]) Die Universität Bonn hat sich in ihrem Exzellenzantrag zum Ziel gesetzt, zu einer der 50 erfolgreichsten Universitäten der Welt zu werden. Das ist eine Ambition, die dem Land Nordrhein-Westfalen gut ansteht und die aus der Sicht des Gutachterteams durchaus realistisch ist. Ministerpräsident Wüst und ich haben gemeinsam an der Begehung durch das Gutachterteam teilgenommen. Wir können aus erster Hand berichten: Es war ein strenger, wissenschaftsgeleiteter Prozess. Das Gutachterteam hat in der Exzellenzkommissionssitzung eine große Anerkennung für die Arbeit der nordrhein-westfälischen Universitäten ausgesprochen, und auch für – das darf ich in aller Bescheidenheit sagen – die als außergewöhnlich bezeichnete Unterstützung durch die Landesregierung Nordrhein-Westfalen. 20.03.2026 Um diese Strategie und diesen Wettbewerb zu unterstützen, haben wir im Ministerium eigens eine Projektgruppe eingerichtet. Wir haben uns mit großer finanzieller Unterstützung an diesem Wettbewerb beteiligt. Alle Cluster bekommen von uns 900.000 Euro für Spitzenprofessuren. Die erfolgreichen Unis bekommen 3 Millionen Euro Prämie. Sollten wir einen erfolgreichen Verbund haben, dann erhält er 4,5 Millionen Euro Prämie. Daran sehen Sie, dass wir mit großem Einsatz und auch finanziellem Engagement daran arbeiten, unsere Universitäten zu unterstützen. Ich möchte aber auch betonen, dass die wissenschaftliche Arbeit, die in diesen Clustern geleistet wird, für unsere Gesellschaft von großer Bedeutung ist. Beispielsweise gibt es an der Universität zu Köln das Cluster CECAD, das sich mit gesundem Altern beschäftigt. Ich kann allen Beteiligten nur ans Herz legen, einmal dorthin zu fahren. Dort lernt man zum Beispiel auch etwas über die Bedeutung der Ernährung für gesundes Altwerden. Man bekommt viele hilfreiche Tipps für die eigene Lebensgestaltung. Fahren Sie gerne dorthin und schauen Sie sich das einmal an. Im Cluster CARE in Aachen beschäftigt man sich gemeinsam mit der TU Dresden mit nichts Geringerem als einer Revolution unserer Infrastrukturerhaltung. Es geht darum, Brückenzustände – ein aktuelles Thema – schneller und besser zu erfassen und Brücken unter dem rollenden Verkehr mit sehr geringem Aufwand zu sanieren. Das ist das Ziel dieses Clusters. Ich glaube, wir wünschen uns alle gemeinsam, dass sie erfolgreich sind, und wir sollten sie in diesen wissenschaftlichen Bemühungen mit aller Kraft unterstützen. (Beifall von der CDU, Christina Osei [GRÜNE] und Dr. Werner Pfeil [FDP]) Nun geht es für uns weiter. Die Universität zu Köln möchte den Exzellenzstatus wiedererlangen. Bochum und Dortmund bewerben sich im Verbund. Das ist für mich ein besonders wichtiges Zeichen, dass unsere große Förderung der Universitätsallianz Ruhr erfolgreich ist. Es hat nie einen Moment gegeben, in dem sich Bochum und Dortmund vorstellen konnten, getrennt anzutreten. Es war immer klar: Wir sind ein Verbund; wir sind ein erfolgreicher Zusammenschluss von Universitäten. Ich will das einmal sagen: Hier bewerben sich zwei Universitäten aus dem Ruhrgebiet, die 50 und 60 Jahre alt sind – in Universitätszeitrechnungen sind sie also noch im Kleinkindalter. Sie bewerben sich, und sie sind zur letzten Runde der Exzellenzstrategie zugelassen. Das ist ein riesiger Erfolg für die nordrhein-westfälische Wissenschaft, für die nordrheinwestfälische Wissenschaftspolitik. Es ist eine Sensa-Landtag tion, dass es dazu kommt. Das allein ist ein riesiger Erfolg, und den sollten wir mit aller Macht feiern. (Beifall von der CDU, den GRÜNEN und Dr. Werner Pfeil [FDP]) Wir arbeiten im jetzt laufenden Verfahren natürlich konsequent weiter. Wir investieren Mittel aus dem Nordrhein-Westfalen-Plan für gute Infrastruktur in eine exzellente Unterstützung all dieser Universitäten und ihrer Bemühungen, im Wettbewerb erfolgreich zu sein. Wir werden das auch in Zukunft für eine exzellente Wissenschaft und Innovationen in Nordrhein-Westfalen tun. – Vielen Dank. (Beifall von der CDU und den GRÜNEN)

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