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André Kuper

19.03.2026 Sitzungen 18/119

Danke, Frau Gebauer. – Nun spricht für die Landesregierung Frau Ministerin Schäffer. Verena Schäffer*), Ministerin für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration: Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Für mich als Ministerin hat der Kinderschutz höchste Priorität. Ich weiß, das gilt auch für alle demokratische Fraktionen hier im Haus. Das gilt für die gesamte Landesregierung. Der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor körperlicher, psychischer und insbesondere sexualisierter Gewalt ist für uns sehr wichtig. Wir haben in Nordrhein-Westfalen mit dem Landeskinderschutzgesetz und ebenso mit unserer Beauftragten für Kinderschutz und Kinderrechte ein starkes Fundament. Wir legen bewusst einen Fokus auf die Wahrung der Kinderrechte und des Kinderschutzes in den Kitas und der Kindertagespflege. Denn viele Kinder verbringen dort einen großen Teil ihres Tages. Kitas müssen sichere Orte sein, und sie sind auch sichere Orte. Sexualpädagogische Bildung in Kindertageseinrichtungen leistet dazu einen wichtigen Beitrag. Denn aufgeklärte, gestärkte und selbstbewusste Kinder können sich schützen. Genau das ist unser Ziel. Kinder brauchen Worte, und sie brauchen Vertrauen, um über Grenzverletzungen zu sprechen. Wer Kinder befähigt, über ihren Körper, über Gefühle und ihre Grenzen zu reden, schützt sie. Diese Herangehensweise folgt einem zentralen Prinzip: Kindeswohl und Kinderrechte sind unteilbar. Bildung bedeutet Befähigung zur Selbstbestimmung. Sexualpädagogische Konzepte in Kindertageseinrichtungen sind kein Risiko – im Gegenteil, sie sind ein Schutzinstrument. Eine gute sexualpädagogische Konzeption führt dazu, dass Gewalt in Kitas offengelegt wird und darüber gesprochen wird. Sie ist aber nicht der Auslöser von Gewalt, so wie der 19.03.2026 Antrag das vermitteln möchte. Deshalb kann ich nur empfehlen, diesen Antrag abzulehnen. – Vielen Dank. (Beifall von der CDU, den GRÜNEN und Fran- ziska Müller-Rech [FDP] – Vereinzelt Beifall von der SPD)

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