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Romina Plonsker

CDU 18.03.2026 Sitzungen 18/118

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Lieber Kollege Brockes, der Antrag der FDP-Fraktion trägt einen Titel, dem man zunächst kaum widersprechen kann: „Energieversorgung […] krisenfest diversifizieren und Denkverbote überwinden“. Das klingt erst einmal nach einer vernünftigen energiepolitischen Debatte. (Ralf Witzel [FDP]: Genau! Gut erkannt!) Ja, auch wir als CDU-Fraktion stehen selbstverständlich für Versorgungssicherheit, für Diversifizierung und für Technologieoffenheit. (Dietmar Brockes [FDP]: Nein!) Aber wenn man sich den Antrag genauer anschaut, wird schnell klar, worum es der FDP hier eigentlich geht. Es geht vor allem um eines, nämlich darum, die berechtigten Sorgen der Bürgerinnen und Bürger auszunutzen, um die Tür für Fracking zu öffnen und die kommerzielle Förderung von Schiefergas wieder auf die politische Agenda zu setzen. Genau an dieser Stelle lohnt sich ein nüchterner Blick auf die Fakten. Denn verantwortungsvolle Energiepolitik – gerade in einem Industrieland wie Nordrhein-Westfalen – darf sich nicht an politischen Schlagworten orientieren, sondern muss sich an Realitäten messen lassen: an geologischen Realitäten, an wirtschaftlichen Realitäten und an gesellschaftlicher Akzeptanz. Wir denken alles zusammen; wir haben alles im Blick. (Lachen von Dietmar Brockes [FDP]) Erstens. Fracking ist keine Antwort auf aktuelle oder kurzfristige Herausforderungen der Energieversorgung. Selbst in optimistischsten Szenarien liegen zwischen Exploration, Genehmigungsverfahren, Investitionsentscheidung und tatsächlicher Förderung viele Jahre. In Sachverständigenanhörungen wurden Zeiträume von sieben bis zehn Jahren genannt, bevor überhaupt relevante Fördermengen entstehen können. Wer also suggeriert, Fracking könne einen Beitrag zur kurzfristigen Versorgungssicherheit leisten, der weckt Erwartungen, die sich schlicht nicht erfüllen werden. (Ralf Witzel [FDP]: Aber dann muss man doch jetzt schon anfangen!) Zweitens müssen wir uns auch die geologischen Realitäten in Nordrhein-Westfalen anschauen. Die FDP verweist in ihrem Antrag gern auf die bundesweite Schätzung möglicher Schiefergasvorkommen. Das mag für eine bundespolitische Debatte interessant sein. Für Nordrhein-Westfalen sagt das allerdings nur begrenzt etwas aus. 18.03.2026

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