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Sven Werner Tritschler

AfD 18.03.2026 Sitzungen 18/118

Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Beim vorliegenden Antrag der SPD haben wir wieder alles zusammengefasst, was bei Ihnen so falsch läuft. Wir lernen zum Beispiel, dass sich Bund und Länder das schöne Ziel gesetzt haben, Wohnungslosigkeit bis 2030 zu überwinden, quasi einen Vierjahresplan. Ja, wir würden uns wahrscheinlich alle freuen, wenn wir die gut 120.000 wohnungslosen Menschen alleine in Nordrhein-Westfalen menschenwürdig unterbringen könnten. (Jule Wenzel [GRÜNE]: Auch Geflüchtete? – Christian Loose [AfD]: Wie viele Millionen wol- len Sie noch dazunehmen?) Aber – man sieht es am Antrag – es fällt Ihnen nicht besonders viel ein. Überhaupt geht es in Ihrem Antrag eigentlich nur um die Hälfte der Betroffenen, die drogenabhängig ist. Der anderen Hälfte schenken Sie quasi keine Aufmerksamkeit. Landtag Selbst für die Drogenabhängigen haben Sie nicht viel anzubieten, außer ein paar Scheinlösungen aus der sozialdemokratischen Mottenkiste: Streetworker, Sozialarbeiter, Drogenkonsumräume. Letztere sind nicht alleine schon deshalb problematisch, weil sie den Konsum normalisieren und erleichtern, es will sie auch schlicht keiner vor der Haustür haben. Ihr Musterbeispiel Krefeld, das Sie ganz stolz im Antrag präsentieren, konnte nur gegen massiven Widerstand der Anwohner durchgesetzt werden. Und wer von Ihnen möchte so etwas eigentlich vor seiner Haustür haben, meine Damen und Herren? Wer meldet sich freiwillig? Aber bleiben wir zunächst einmal bei der Obdachlosigkeit. Was Sie in Ihrem Antrag ganz schamvoll verschweigen – und das passt auch gut zur deutschen Sozialdemokratie –, ist die Herkunft der Betroffenen. Dabei lassen die Zahlen eigentlich keine Fragen offen. Laut Integrierter Wohnungsnotfallberichterstattung 2024 für NRW haben 78,4 % der erfassten Wohnungslosen keine deutsche Staatsangehörigkeit.

Protokoll ↗