Dagmar Hanses
Ich würde gern zu Ende sprechen. – Vielen Dank. (Hartmut Ganzke [SPD]: Oh! – Christian Dahm [SPD]: Oh, schade! – Heiterkeit von Eli- sabeth Müller-Witt [SPD]) Eine moderne Arbeitsgesellschaft misst ihren Erfolg nicht daran, wie lange Menschen arbeiten müssen, sondern daran, ob Arbeit gesund, fair verhandelt und zu guten Bedingungen stattfindet, damit sie bis zum Renteneintritt überhaupt durchzuhalten ist. Wir behalten verschiedene Aspekte im Blick und wollen nicht nach dem Gießkannenprinzip vorgehen und generell Arbeitszeit verlängern. In Nordrhein-Westfalen werden wie überall in Deutschland die Pensionierungszahlen in den nächsten Jahren merklich ansteigen, sodass auch weiterhin ein großer Bedarf an richterlichem Nachwuchs vorhanden sein wird. Wir haben also keinen verzögerten Generationenwechsel, sondern wissen vielmehr – das hatten wir heute schon –, vor welchen Herausforderungen wir stehen. Angesichts der zurückgehenden juristischen Absolventinnen- und Absolventenzahlen muss auch von rückläufigen Bewerberzahlen in der Justiz ausgegangen werden. Deshalb ist dieser Gesetzentwurf so folgerichtig. Wir hoffen, Sie können der Änderung und dem Gesetzentwurf zustimmen, mit denen mehr Flexibilität ermöglicht wird. – Ganz herzlichen Dank. (Beifall von den GRÜNEN und Christina Schulze Föcking [CDU])
