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Zacharias Schalley

AfD 17.12.2025 Sitzungen 18/113

Vielen Dank. – Frau Präsidentin! Verehrte Kolleginnen und Kollegen! Weihnachten steht vor der Tür. Machen wir also gemeinsam einmal eine Zeitreise zurück in die Zeit, von der uns die Evangelisten berichten. Maria und Josef begaben sich nach Bethlehem, um an der Volkszählung, die von Kaiser Augustus angeordnet wurde, teilzunehmen. Sie fanden keinen Platz mehr in der Herberge, und so wurde der gerade geborene Messias in eine Krippe gelegt. (Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Ge- sundheit und Soziales: So ist es!) Nach volkstümlicher Darstellung geschah die Niederkunft des Herrn also in einem Stall, und in einem Stall waren auch schon zu der Zeit, da Quirinius Stadthalter in Syrien war, üblicherweise Tiere untergebracht. 17.12.2025 In unseren Krippen unter dem Weihnachtsbaum sind darum auch oft Ochs und Esel zu finden. Auch die Schafe der Hirten oder gar die Kamele der Weisen aus dem Morgenland sind zugegen, als der Messias geboren wird. Jetzt stellen Sie sich vor, der despotische König Herodes wäre dem Klimawahn anheimgefallen, so wie zeitgenössische Politiker in Dänemark oder Norwegen. Dann wären die Bauern in Judäa gezwungen gewesen, den Tieren den Methan-reduzierenden Futterzusatzstoff Bovaer beizumischen. (Zuruf von Norwich Rüße [GRÜNE]) Ochs, Esel, die Schafe der Hirten und womöglich sogar die Kamele der Weisen aus dem Morgenland wären im Stall zu Bethlehem kollabiert und die Heilige Mutter Maria vor Schreck wahrscheinlich gleich mit. Jetzt zurück ins Jahr des Herrn 2025. Im Herbst dieses Jahres wurden in Dänemark in ungewöhnlicher Häufung gesundheitliche Beeinträchtigungen von Milchkühen gemeldet. Die dänischen Bauern beobachteten Durchfall, Fieber und verringerte Milchleistung bis hin zum Kollaps ihrer Kühe. Nachdem sie diesen Futterzusatz abgesetzt hatten, verschwanden diese Symptome häufig innerhalb weniger Tage. Nach der verpflichtenden Einführung von Bovaer in Dänemark für 1.400 Betriebe ab dem 1. Oktober dieses Jahres meldeten über 100 Betriebe bis Mitte November kranke Kühe und Produktionsausfälle. Viele Milchbauern setzten die Futterzusätze eigenmächtig ab, vernetzten sich in Online-Gruppen und tauschten Datenmaterial aus. Dies geschah lange, bevor die dänischen Aufsichtsbehörden Probleme feststellten. Norwegen, das ebenfalls verpflichtend diesen Futterzusatz eingeführt hatte, setzte die Fütterung im Inland komplett aus. Dieses brandaktuelle Beispiel zeigt die Widersinnigkeit gründominierter Politik. Ursprünglich standen Tierwohl, bessere Haltungsbedingungen oder kurz „Milch von glücklichen Kühen“ ganz hoch im Kurs. Seit die heilige Kuh jedoch „Klimaschutz“ heißt, gehen richtige und berechtigte Anliegen verloren. Die Kuh ist jetzt Klimasünder, die Viehhaltung der größte CO -Emittent, die drastisch reduziert werden muss. Ich erinnere nur an den ebenfalls dänischen Vorschlag einer Furzsteuer für Kühe. Um es in Politikersprache auszudrücken: Es gibt einen Zielkonflikt zwischen sogenanntem Klimaschutz und gesteigertem Tierwohl. Das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft weist darauf hin, dass bestimmte Teile der sogenannten Klimaschutzmaßnahmen höhere Ammoniakund Schadstoffkonzentrationen, Stress oder eine Verringerung des Tierkomforts verursachen können. Das zeigt auch das Umweltbundesamt am Beispiel der Schweinehaltung. Tierwohlorientierte Haltungs-Landtag systeme und emissionsmindernde Techniken beeinflussen sich häufig negativ. Darum mal ein paar praktische Beispiele aus dieser Untersuchung einfach erklärt. Wenn Tiere auf der Weide stehen, dann gelangen ihre Ausdünstungen ungefiltert in die Umwelt. Bei Stallhaltung hingegen könnte man ein Abluftfiltersystem nutzen, das diese Ausdünstungen abfängt oder reinigt. Weidetierhaltung ist unbestritten gut für das Tierwohl, aber schlecht für das Klima. Ein anderes Beispiel. Um den Emissionsausstoß zu reduzieren, könnte der Schweinehalter den Rohproteinanteil im Futter reduzieren. In diesem Rohprotein sind aber freie Aminosäuren und Phytasen enthalten, die das Schwein nicht nur zur optimalen Mast braucht, sondern die auch überlebenswichtig sind. Der Bauer müsste diese also dem proteinreduzierten Futter zugeben. Der Clou, ökozertifizierte Betriebe, also Betriebe, die explizit auf mehr Tierwohl hinarbeiten, dürfen das nicht. Bioschweine sind also größere Klimasünder als Schweine aus konventioneller Mast. Machen wir hier weiter beim Beispiel Schweinehaltung. Studien kommen zu dem Schluss, dass die Buchtenstruktur, also die Größe der Fläche im Stall für die Schweine, ebenfalls einen Einfluss auf den Ausstoß klimaschädlicher Stoffe hat, und zwar in dem Sinne, dass ein erhöhtes Platzangebot, was mehr Tierwohl heißt, zu mehr Emissionen führt. Zum Schluss daher noch mal ein Verweis auf die Bibel, Buch der Sprichwörter 12,10: „Der Gerechte erbarme sich seines Viehs; aber das Herz der Gottlosen ist unbarmherzig.“ Erbarmen also wir uns unseres Viehs, das schon Zeuge der Fleischwerdung des Herrn wurde. Seien wir nicht unbarmherzig gegenüber unseren Mitgeschöpfen, weil wir ihr Wohl auf dem Altar der Klimareligion opfern. In diesem Sinne, frohe Feiertage. – Vielen Dank. (Beifall von der AfD)

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