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Dr. Martin Vincentz

AfD 17.12.2025 Sitzungen 18/113

Vielen Dank. – Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Viele der sogenannten leichten Drogen kommen regelhaft janusköpfig, also mit zwei Gesichtern daher. Auch heute haben wir wieder festgestellt, dass selbst hier im Hohen Haus die Behandlung eines solch ernsten Themas eher feixend geschieht. Es gibt zurzeit viele Weihnachtsfeiern. Da wird getrunken und geraucht – bei dem einen oder anderen auch Cannabis. Es gibt das nette Gesicht: Im Raucherbereich ist es sehr gesellig, ein paar Bier sind sozialer Schmierstoff, und diejenigen, die Cannabis rauchen, sind selten dafür bekannt, dass sie eskalieren und aufeinander einprügeln, sondern sie sind eher diejenigen, die entspannt irgendwo auf dem Sofa sitzen und vielleicht ein bisschen zu viel naschen. So viel zu dem einen Gesicht. Und dann gibt es das andere Gesicht. Es gibt den 45- jährigen Raucher, der vielleicht dieser Tage erfährt, dass er ein durchmetastasiertes Lungenkarzinom hat. Seine Familie? Die wird die nächsten Jahre allein feiern müssen. Dann gibt es die Trinker. Das sind Geschichten, die ganze Familien auseinanderreißen, über Jahrzehnte gehen. An Alkohol zu sterben ist ein grausamer, langsamer und trauriger Tod, oft in Einsamkeit. Genau so sieht es mit Cannabis aus. Hier davon zu erzählen, dass die Prävention in diesem Bereich erfolgreich sei, ist nun wirklich hanebüchen. Wir hatten im letzten Jahr 250.000 Menschen, die allein wegen cannabisbedingter psychischer Störungen ärztlich behandelt wurden. In den letzten zehn Jahren hat sich die Zahl von stationären Behandlungen auf 3.976 fast verdoppelt. Mit der Legalisierung von Cannabis hat man jede Kontrolle aufgegeben. Die Zahlen gehen durch die Decke. Es ist eben nicht harmlos. Ganze Lebensläufe werden durch diese Droge zerstört. 30 % der Menschen, die Cannabis konsumieren, sind am Ende davon abhängig – mit all den Folgen, die dazugehören. Insbesondere in der Altersgruppe zwischen 18 und 29 Jahren ist es unglaublich gefährlich. Dann ist die Gehirnentwicklung noch nicht abgeschlossen. Die Folgen von regelmäßigem Cannabiskonsum können dann verheerend sein. 17.12.2025 Im Prinzip gäbe es hier im Landtag Nordrhein-Westfalen eine Mehrheit zur Rückabwicklung dieses Gesetzes. Mit den Stimmen von CDU und AfD könnte man dieses Gesetz rückgängig machen. Ihnen ist aber wichtiger, dass die Brandmauer stehen bleibt. Die vielen Familien, die dabei zusehen, wie ihre Jugendlichen zu Hause im Keller sitzen und kiffen, lassen Sie im Stich, weil Ihnen Symbolpolitik schlichtweg über die Gesundheit der Menschen geht. – Vielen Dank. (Beifall von der AfD)

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