Dr. Christian Blex
Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Befürworter der hemmungslosen Digitalisierung betonen stets, dass es um die Inhalte gehe, die auf den Geräten angeboten würden, genauso wie es um die Inhalte in den analogen Materialien gehe. Das mag stimmen, doch dann bitte ich Sie, jene Inhalte auch wissenschaftlich belegbar zu evaluieren und damit ihre Effektivität nachzuweisen. Denn genau das ist in keiner Weise nachgewiesen – im Gegenteil: Der hemmungslose und unreflektierte Einsatz von digitalen Endgeräten im Unterricht sorgt für Oberflächlichkeit und Effekthascherei statt vertieftem Durchdringen des Unterrichtsstoffes. Es muss nicht alles auf einem iPad anwendbar sein. Nicht jedes Arbeitsblatt muss schäbig aus dem Heft abfotografiert im iPad sein, um dann als PDF mit dem Finger bearbeitet werden zu können. (Lachen von den Grünen) – Da lachen Sie von den Grünen. Sie haben offensichtlich keine Kinder in den Schulen. Nicht jedes Klassenzimmer braucht sofort irgendeinen KI-Chatbot. All diese Dinge können höchstens ergänzende Verwendung finden. Wenn ich die Reaktionen hier sehe – gerade von den Grünen –, dann kann ich nur sagen: Die Reden der Vorredner haben gezeigt, dass Sie alle keine Kinder haben – oder zumindest keine Kinder an Schulen, an denen digitale Endgeräte verwendet werden. (Zuruf von der SPD und den GRÜNEN) Das haben die Reden aller Vorredner gezeigt. Sie haben das nämlich nicht. Sie wissen überhaupt nicht, was da passiert. (Zurufe von den GRÜNEN: Doch!) Aber, ganz entspannt: Im Gegensatz zu Ihnen haben wir Kinder. Ich habe Kinder und weiß, was an den Schulen passiert. (Zurufe von den GRÜNEN) Meine Damen und Herren, auch das haben Sie vielleicht nie verstanden. Denn Lernen war vielleicht nicht so Ihre Sache, wenn ich zu den grünen Frauen hier herüberschaue. (Wibke Brems [GRÜNE]: Das ist eine Unver- schämtheit!) Aber Lernen erfolgt durch selbstständige Auseinandersetzung mit dem Lernstoff, Verstehen, Reflektieren und dann vor allem – das ist ganz schwer – Durchdenken. Dies kann Ihnen und unseren Schülern kein digitales Endgerät abnehmen. (Zuruf von Tim Achtermeyer [GRÜNE]) 26.11.2025 – Dass Herr Achtermeyer gerade etwas zum Denken und Durchdenken sagt, spricht auch für sich. Es muss eine grundsätzliche Neuausrichtung bezüglich der digitalen Endgeräte in den Schulen her. Statt oberflächlichem Herumtippen auf dem Tablet müssen die Schüler wieder die grundlegenden Fähigkeiten und Fertigkeiten beherrschen. Es braucht endlich eine Wende in grundsätzlichen Fragen nach dem Leistungsanspruch, dem Wettbewerbsgedanken. Das kennen Sie als Grüne alles nicht. Schülern muss wieder tatsächliches Wissen vermittelt werden. Der sterile Laborbegriff der vollkommen losgelösten Bildungskompetenz muss weg – und die unsägliche politische Übergriffigkeit in den Schulen genauso. Es ist fahrlässig, sich auf Fördermittel zu verlassen und Abertausende Geräte freudig in Empfang zu nehmen, ohne die Konsequenzen und Folgeeffekte im Blick zu haben. Es ist fahrlässig, jedem gerade aufkommenden Digitaltrend hinterherzuhecheln. Diese Fehler müssen jetzt aufgearbeitet und berichtigt werden. Nordrhein-Westfalens Schüler brauchen Sicherheit, hochqualitative Lehrkräfte und Lernmaterialien, wissenschaftlich evaluiert und nach internationalen bewährten Standards, statt einer unkontrollierten Flut aus KI-Slops, Markenlaptops und iPads, nur weil es gerade so schön links-woke ist. – Vielen Dank. (Beifall von der AfD)
