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Sven Werner Tritschler

AfD 06.11.2025 Sitzungen 18/106

Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wenn wir von der AfD Kritik an der immer stärkeren Landnahme des Islams in Deutschland üben, wenn wir kritisieren, dass sich in ganzen Stadtteilen muslimische Parallelgesellschaften breitmachen, dass Mädchen in der Schule drangsaliert werden, weil sie kein Kopftuch tragen, wird uns von Ihrer Seite immer wieder wie ein Mantra die Religionsfreiheit entgegengehalten. Ja, sogar Ihre Helfer beim sogenannten Verfassungsschutz schreiben sogenannte Gutachten, in denen solche Fälle der legitimen Kritik an Fehlentwicklungen in diesem Bereich quasi kriminalisiert werden. Wir haben immer davor gewarnt, dass es nicht dabei bleiben wird. Wir haben immer davor gewarnt, dass über kurz oder lang zunächst jüdisches und dann christliches Leben in Deutschland immer weniger möglich sein wird, wenn wir hier ein weiteres Vordringen des Islams zulassen. Unsere jüdischen Gemeinden kennen das schon länger: keine Veranstaltung, keine Synagoge, keine jüdische Schule ohne intensiven Polizeischutz. Wir wissen alle, wo die Ursachen liegen, meine Damen und Herren. Der Unterschied ist nur: Wir nennen es beim Namen; Sie – Herr Reul im Besonderen – von den Altparteien schweigen nicht nur, Sie importieren das Problem fleißig weiter und nennen es dann auch noch „Fachkraft“. Heute sind wir an dem Punkt angekommen, an dem es die Christen und ihre Traditionen im Land trifft. Wer wie ich und wahrscheinlich viele hier in einer 06.11.2025 überwiegend katholischen Gemeinde aufgewachsen ist, der ist mit Sankt-Martins-Zügen, mit Laternen, mit Feuer, mit einem Sankt Martin hoch zu Ross aufgewachsen. (Zuruf von Dr. Gregor Kaiser [GRÜNE]) Für uns als Erwachsene mag das profan wirken, aber für ein Kind im Kindergartenalter ist das ein prägendes Erlebnis – ein Erlebnis, das uns mit unserer Heimat und mit unserem christlichen Erbe verbindet. Dieses Erbe zerstören Sie, meine Damen und Herren. Dieses christliche Erbe zerstören insbesondere Sie, Herr Reul, meine Damen und Herren von der CDU. Wofür steht eigentlich das „C“ in CDU? Für „korrupt“, „Chaos“ und „konturlos“? Ich weiß es nicht, aber mit „christlich“ haben Sie längst nichts mehr zu tun. Ihre Migrationspolitik und Ihre unzureichende Sicherheitspolitik sorgen nun dafür, dass viele kleine Kirchengemeinden es sich nicht mehr leisten können, einen Martinszug zu veranstalten. Ich zitiere aus der Kölnischen Rundschau: „Da an Martinszügen regelmäßig sehr viele Kinder teilnehmen und diese sich auf öffentlichen Straßen bewegen, handelt es sich um Veranstaltungen mit einem erhöhten Gefährdungspotenzial“. Die Stadt Brühl, in der mehrere Martinszüge abgesagt wurden, äußert sich folgendermaßen: „Angesichts der Erfahrungen der vergangenen Jahre ist es heute unverantwortlich, Veranstaltungen ohne entsprechende Vorkehrungen zu genehmigen.“ Ja, meine Damen und Herren, was sind denn diese Ereignisse der vergangenen Jahre? Wessen Politik ist denn für diese Ereignisse verantwortlich? Wer trägt die Schuld daran, dass die Täter im Land sind? Geradezu zynisch wird es aber, wenn es jetzt um die Bewältigung der Folgen dieser Politik geht. Erst schaffen Sie, meine Damen und Herren, eine Situation, in der Kinder und Erwachsene keinen Martinszug und keinen Weihnachtsmarkt mehr veranstalten können, ohne sich vorher mit Panzersperren einzuhegen, und dann lassen Sie die Menschen mit den Kosten alleine. Was für ein peinliches Schauspiel. Die CDU und ihr Innenminister Reul – wir haben ja gerade seine Gardinenpredigt gehört –, der gerade ironischerweise ein Buch unter dem Namen „Sicherheit“ herausgegeben hat und sich in einer gepanzerten Limousine durchs Land schippern lässt, nehmen den kleinen Kindern ihren Martinszug weg. Sie sollten sich schämen, meine Damen und Herren! (Beifall von der AfD) Wir wissen auch schon, wie es weitergeht: Als Nächstes sind die Weihnachtsmärkte dran. Die werden jetzt schon sicherheitshalber als „Genussmarkt im Advent“ tituliert, um die eine oder andere Landtag Sicherheitsregel zu umgehen. Und was kommt dann? Karneval, Silvester, Weihnachten, Fronleichnam, Ostern, Allerheiligen? Wann, meine Damen und Herren insbesondere von der CDU, ist eigentlich der Punkt erreicht, an dem Sie das „C“ in Ihrem Namen wiederentdecken? Wann bekennen Sie sich zu unserer christlichen Heimat, anstatt immer nur von Heimat zu fabulieren und Heimatschecks zu verteilen? Für uns als AfD ist eines klar: Wir werden es nicht zulassen, dass unsere christlich-abendländische Tradition verdrängt und zerstört wird. Religionsfreiheit ist keine Einbahnstraße, und dafür werden wir sorgen – versprochen. (Beifall von der AfD)

Protokoll ↗