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Dorothee Feller

06.11.2025 Sitzungen 18/106

Erstens. Noch einmal: Alle Schulen in Nordrhein-Westfalen haben schon die Möglichkeit, Chatbots anzuwenden. Bei KIMADU geht es um die Entwicklung eines speziellen Projekts. Ob wir noch weitere Schulen in dieses Projekt aufnehmen können, muss ich mit der Universität Siegen besprechen, denn es sind auch deren Kapazitäten, die zur Verfügung stehen müssen. Was hier erarbeitet wird, wird nicht erst im Jahr 2027 an die Schulen weitergegeben. Jede Erkenntnis, die da erarbeitet wird, wird Schritt für Schritt weitergegeben. Das ist nicht ein konkretes Projekt nach dem Motto „Wir entwickeln ein Tool, und das geben wir weiter“. Die Erkenntnisse, zum Beispiel wie man praktisch einen weiteren IT-Lehrer im Chatbot programmiert, der einen unterstützt, werden weitergegeben und dort auch erprobt. Sie sehen an der Teilnahme der Universität, dass es noch keine fertigen Antworten gibt. Das ist doch der Punkt. Wir wollen unseren Schulen Tools empfehlen, von denen wir wissen, dass sie lernförderlich sind. Wir wollen nicht nur eine Technik zur Verfügung stellen. Deswegen bin ich der Universität Siegen und auch den Schulen, die mitmachen, sehr dankbar. 06.11.2025 Eine entsprechende Kommission bei QUA-LiS NRW prüft die Erkenntnisse darauf, dass wir sie auch an Grundschulen und nicht nur an den weiterführenden Schulen einsetzen können. (Beifall von der CDU und Lena Zingsheim-Zo- bel [GRÜNE]) Ich nutze gerne noch einmal die Gelegenheit, um auf einige andere Aspekte hinzuweisen. Ich möchte gerne auf unsere Informationshomepage „Lehren und Lernen in der digitalen Welt“ verweisen. Jeder kann gern einmal auf diese Seite gehen. Daran kann man nämlich erkennen, wie wir den Einsatz von KI in unseren Schulen, im Unterricht unterstützen. Dort kann man weitere Informationen dazu bekommen. Wir haben das Online-Informationsangebot #KiN, Kompetent im Netz, im Sommer dieses Jahres gestartet und werden weitere Onlineveranstaltungen durchführen. Dabei geht es auch um Informationen für Lehrkräfte. Uns ist aber ebenso wichtig, auch Eltern darüber zu informieren, welche Rolle Künstliche Intelligenz an unseren Schulen und auch im Unterricht spielt. Wir haben das niederschwellige Fortbildungsangebot „Grundlagen von Künstlicher Intelligenz: KI in Unterricht und Schule“, das im Rahmen der digitalen Fortbildungsoffensive entwickelt wurde und im kommenden Halbjahr landesweit zur Verfügung stehen wird. Wir haben die Zusatzqualifikation „KI in der Beruflichen Bildung“, die gemeinsam von QUA-LiS NRW und dem Ministerium für Schule und Bildung entwickelt wurde. Zudem wurde im September 2025 der KI-Selbstlernkurs „Künstliche Intelligenz im Schulalltag: Der EU AI Act und praxisnahe Handlungsempfehlungen“ veröffentlicht. Auch da sind wir auf dem Weg. Dieser Kurs informiert Nutzerinnen und Nutzer zu den Vorgaben des EU-AI-Acts für den Einsatz von KI im Unterricht. Auch das ist wichtig. Ich betone noch einmal ausdrücklich, dass die Schulen schon jetzt in der Lage sind, KI-Anwendungen einzusetzen. Wir haben ihnen mit der Handlungsleitlinie den Rahmen gegeben, damit sie wissen, wie sie KI anwenden können. Wir geben dazu auch auf unserer Internetseite weitere Hinweise. Die außerordentliche Dynamik der technologischen Entwicklung erfordert genau ein solches Vorgehen: Dinge auch einmal auszuprobieren, Fehlerhaftes zu verwerfen, Gutes zu verstetigen und weiterzuentwickeln. Daher setzen wir zunächst auf die freiwillige Teilnahme von Schulen, die die Kapazitäten und auch den Mut besitzen, neue Wege zu gehen. Darüber hinaus gilt auch dabei zu berücksichtigen, dass wir in Nordrhein-Westfalen mehr als 5.400 Schulen haben. Diese mehr als 5.400 Schulen haben Landtag je nach regionalen Besonderheiten zum Teil sehr unterschiedliche Bedarfe. Nur wenn wir diese Unterschiede anerkennen und sie in unseren Konzepten berücksichtigen, können wir den jeweiligen Bedarfen auch gerecht werden. Die vielfältigen und rasanten Entwicklungen fordern uns alle – ob privat oder beruflich, ob als Individuum oder als Gesellschaft. Was unsere Schulen in dieser Situation brauchen, ist eine spürbare und verlässliche Unterstützung und kein Aktionsplan. Wir haben in kürzester Zeit bereits wichtige Wegpunkte zurückgelegt; weitere werden folgen. So werden wir unter anderem in der von Nordrhein-Westfalen geleiteten Arbeitsgruppe Künstliche Intelligenz der Bildungsministerkonferenz ländergemeinsame Vereinbarungen zu notwendigen KI-Kompetenzen vorbereiten. Darüber hinaus wird es im Rahmen der geplanten Weiterentwicklung der gymnasialen Oberstufe in Nordrhein-Westfalen erstmals für den Abiturjahrgang 2030 – das bedeutet schon ab dem Schuljahr 2027/2028 – die Möglichkeit geben, von der Einführungsphase an KI auch bei alternativen Prüfungsformaten zu nutzen. Diese und weitere Maßnahmen zielen alle darauf ab, dass Schülerinnen und Schüler lernen, heutige und zukünftige Chancen und Herausforderungen, die sich durch Künstliche Intelligenz ergeben, ergreifen und bewältigen zu können. Auf dieses herausfordernde Ziel richten wir auch weiterhin einen zentralen Schwerpunkt – nicht mit Aktionismus und neuen Landesämtern, sondern mit System. – Vielen Dank. (Beifall von der CDU und den GRÜNEN)

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