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Dr. Jörg Geerlings

CDU 05.11.2025 Sitzungen 18/105

Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Lassen Sie mich mit drei erschütternden Beispielen beginnen, die uns alle betroffen machen sollten. Im Jahr 2012 kam es im Jobcenter Neuss zu einem entsetzlichen Angriff. Eine 32-jährige Sachbearbeiterin wurde in ihrem Büro von einem Klienten mit einem Messer getötet. Sie war Mutter eines kleinen Kindes. Was hat sie getan? Sie hat ihre Arbeit gemacht, Entscheidungen im Rahmen des Rechts getroffen, stellvertretend für unseren Staat. Im April 2020 wurde in Gelsenkirchen ein Polizeibeamter des Spezialeinsatzkommandos Münster erschossen, während er einen Durchsuchungsbeschluss vollstreckte. Er hat sein Leben im Dienst für die Sicherheit anderer verloren. Das ist ein tragisches Beispiel dafür, welche Gefahren Menschen in Uniform täglich auf sich nehmen, um uns zu schützen. Und im September 2025 wurde in Essen eine Lehrerin an einem Berufskolleg von einem Schüler mit einem Messer schwer verletzt. Eine Tat, die uns einmal mehr vor Augen führt: Gewalt gegen Beschäftigte öffentlicher Einrichtungen kann überall und jederzeit passieren, im Klassenraum, im Jobcenter, im Ordnungsamt oder im Gerichtssaal. Diese Ereignisse sind keine Einzelfälle mehr. Immer häufiger werden Beschäftigte des öffentlichen Dienstes, ob Lehrkräfte, Polizisten, Jobcentermitarbeiter oder Verwaltungsangestellte, beleidigt, bedroht, angegriffen. Sie stehen an vorderster Front dort, wo der Staat mit den Bürgerinnen und Bürgern in direkten Kontakt tritt.

Alle Reden von Dr. Jörg Geerlings Protokoll ↗