landtag.nrw.de ↗

André Kuper

05.11.2025 Sitzungen 18/105

Okay. (Jochen Ott [SPD]: Ja, ja! – Zuruf von Stefan Zimkeit [SPD]) Ina Brandes*), Ministerin für Kultur und Wissenschaft: Denn ich wollte gerade auf Herrn Bialas zu sprechen kommen. Sie haben völlig recht: Es mangelt nicht an Vorschlägen, wie wir diese zusätzlichen Mittel jetzt ausgeben können. (Jochen Ott [SPD]: Unglaublich! – Zuruf von Stefan Zimkeit [SPD]) Wir tun im Rahmen der Haushaltsberatungen gemeinsam gut daran – das werden wir im Kulturausschuss ja auch miteinander besprechen –, uns natürlich auch im engen Dialog mit den Akteuren zu überlegen, wie wir eine gute Balance finden zwischen dem, was in der freien Szene gemacht werden muss, und dem, was wir in anderen Bereichen machen wollen, und auch, wie man das spartenübergreifend fair gestaltet. Denn ich gebe dem Befund in einer Hinsicht recht und teile die Einschätzung, dass der Filmförderung – das gilt auch für die kulturelle Bildung im Film – im Rahmen der Aufwüchse und Entwicklungen in der letzten Legislaturperiode bestimmte Flexibilitäten, die man an anderer Stelle gewährt hat, nicht gewährt wurden und dass das durchaus zum Nachteil des Filmbereichs war. Schließlich wird gerade die Filmbildung von einer Vielzahl von Institutionen, Festivals und Projekten geleistet, die uns im Grunde genommen alle übereinstimmend sagen, dass sie durch die Kurzfristigkeit der Förderung und durch die Fristen der Entscheidungen immer wieder vor große Herausforderungen gestellt werden. Das haben wir uns tatsächlich sehr zu Herzen genommen und deswegen in der aktuellen Zusammenlegung, Konsolidierung, Verschlankung der Förderlandschaft auch die „Festival- und Strukturförderung Film“ geschaffen, die mehrjährige Förderungen erlauben soll. Das ist im engen Austausch mit der Filmszene geschehen. Ich halte das auch für richtig. 05.11.2025 Wir können das jetzt noch nicht sofort umsetzen, weil es auch einen gewissen bürokratischen Aufwand mit sich bringt. Es ist aber ganz klar das Ziel, diese Mehrjährigkeit zu ermöglichen. Denn eine ganz klare Aussage der Szene war: Ob ihr uns mehr Geld geben könnt oder nicht, ist die eine Frage. Die Flexibilität, die Planungssicherheit, die Art und Weise, wie wir mit diesen Mitteln arbeiten können, ist für die Qualität unserer Arbeit aber mindestens genauso wichtig. – Das haben wir sehr ernst genommen und entsprechend umgesetzt. Ich glaube gleichwohl, dass wir noch einige Dinge mehr für den Film tun können, und denke, dass wir wie immer eine sehr konstruktive Beratung dazu im Ausschuss haben werden. – Ganz herzlichen Dank. (Beifall von der CDU und den GRÜNEN)

Alle Reden von André Kuper Protokoll ↗