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Heike Wermer

CDU 05.11.2025 Sitzungen 18/105

Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine Damen und Herren! „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“, wer kennt und liebt diesen Film nicht? In ein paar Wochen, im Advent, läuft er im öffentlich-rechtlichen Rundfunk wieder rauf und runter und wird auch bei den Streamingdiensten fleißig geschaut. Seit meiner Kindheit bin ich ein großer Fan dieses Filmes. Aber je älter ich werde, desto mehr schätze ich den Film nicht nur wegen der schönen Kostüme und Kulissen, sondern vor allem auch dafür, wie er das Märchen und die Rolle von Aschenbrödel darstellt. Sie ist keine verwöhnte Prinzessin, die passiv darauf wartet, vom Prinzen gefunden und gerettet zu werden, sondern sie ist klug, achtsam und nimmt ihr Schicksal, verbunden mit glücklichen Zufällen, selbst in die Hand. Warum erzähle ich das? Filme sind so viel mehr als nur Entertainment, Filme bieten die Möglichkeit, in andere Welten einzutauchen, stoßen zum Nach-Landtag denken und Reflektieren an und können sowohl Wissen als auch Werte vermitteln. Das Medium Film ist also nicht nur Kunst und Ästhetik zum Selbstzweck, sondern ermöglicht es auf mitunter unterhaltsame Art, Zugänge zu persönlichen und gesellschaftlichen Reflexionen zu schaffen. Die Filmkultur in NRW ist ein prägendes Element unserer vielfältigen Kulturlandschaft. Von traditionsreichen Festivals über Filmhäuser und Werkstätten bis hin zu engagierten Initiativen in Schulen, Kitas und Kultureinrichtungen – Film in NRW bedeutet Kreativität, demokratische Bildung und kulturelle Teilhabe. Das stellen wir nicht infrage, im Gegenteil: Trotz gestiegener Kosten und begrenzter Budgets wird hier Beeindruckendes geleistet. Das verdient ausdrücklich Anerkennung. Wer Kindern und Jugendlichen Orientierung, Medienkompetenz und kritisches Denken vermitteln möchte, kommt an der Film- und Medienbildung nicht vorbei. Gerade in Zeiten von Deepfakes, rasanter KI-Entwicklung und Desinformation brauchen wir starke kulturelle und medienpädagogische Strukturen. Aber, meine Damen und Herren, nur Zustimmung zu Zielen reicht nicht. Politik bedeutet Verantwortung, Prioritätensetzung und solides Handeln, nicht das Formulieren von Wunschlisten ohne Blick auf unsere finanzielle Realität. Wir stehen in NRW wie alle Länder vor großen finanziellen Herausforderungen. Wir treffen Entscheidungen mit Augenmaß und Zukunftsorientierung. Wir wissen, eine breite Kulturlandschaft sichert man nicht, indem man ständig neue Versprechen abgibt, sondern indem man bestehende Strukturen stärkt und handlungsfähig bleibt. (Beifall von der CDU und Frank Jablonski [GRÜNE]) Deshalb bin ich sehr froh, dass sich im Haushaltsplanentwurf neue Gestaltungsspielräume ergeben haben und die zunächst avisierten Kürzungen im Kulturetat 2026 abgewendet werden können. Das ist ein wichtiges Signal für Stabilität und für Vertrauen in die Kulturszene und eben auch in die Filmkultur. Unsere Kulturministerin Ina Brandes hat immer gesagt, dass wir beim Haushalt 2026 auf Sicht fahren und Kürzungen zurücknehmen, sobald es möglich ist. Genau das ist jetzt geplant. Dabei ist festzuhalten: Diese Landesregierung schwächt unsere Kultur nicht, sondern strukturiert sie neu, …

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