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André Kuper

09.10.2025 Sitzungen 18/104

Danke, Frau Schneider. – Für die Landesregierung hat Herr Minister Laumann das Wort. Karl-Josef Laumann*), Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales: Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wir alle wissen: Die letzten Jahre haben natürlich auch Spuren bei unseren Bürgerinnen und Bürgern hinterlassen, sei es wegen Corona, sei es wegen des Angriffskriegs auf die Ukraine oder sei es auch wegen Unsicherheiten in unserer Gesellschaft. Vor diesem Hintergrund werden die Themen „Gesundheitskompetenz“ und „Prävention gegen psychische Erkrankungen“ immer wichtiger. Dabei ist grundsätzlich die gesamte Lebensspanne zu betrachten; denn in allen Lebensphasen ist Prävention möglich und sinnvoll. Ziel aller Maßnahmen ist dabei natürlich auch immer die Befähigung des Einzelnen, die eigene Gesundheit zu erhalten. Ich glaube, schon sagen zu dürfen, dass wir als Landesgesundheitspolitik hier bereits an vielen Stellen aktiv sind. Ich möchte einige Beispiele nennen. Im Bereich der psychischen Gesundheit und der Stärkung der Resilienz stehen die Landesprogramme „KIPS Prävention NRW“, das Kinder von psychisch kranken und suchterkrankten Eltern in den Blick nimmt, und „Schatzsuche“, bei dem es um die Förderung des seelischen Wohlbefindens von Kindern im Alter von null bis sechs Jahren in Kindertageseinrichtungen und Familienzentren geht, im Vordergrund. Beide Programme fördern wir gemeinsam mit dem GKV-Bündnis für Gesundheit, einer Initiative der gesetzlichen Krankenkassen. Die Evaluationen beider Maßnahmen zeigen Verbesserungen der zentralen Lebensbereiche der Kinder und Jugendlichen. Zu nennen ist ferner die Landesrahmenvereinbarung zur Umsetzung des Präventionsgesetzes. Hier haben wir zusammen mit den GKVs seit vielen Jahren ein enges Bündnis für Präventionsmaßnahmen in 09.10.2025 Nordrhein-Westfalen in allen Regionen unseres Landes. Grundlage ist natürlich das Präventionsgesetz, um die Vorhaben zu Prävention und Gesundheitsförderung in den Lebenswelten konkret umzusetzen. Hierbei werden die Maßnahmen und Programme aufeinander abgestimmt, damit keine parallelen Strukturen geschaffen werden. Auch die Landesinitiative „Gesundheitsförderung und Prävention“ bildet dabei einen wichtigen Baustein. Hier werden die vorhandenen Kräfte über die Umsetzung des Präventionsgesetzes hinaus gebündelt und alle relevanten Akteure vernetzt. Ein erster inhaltlicher Schwerpunkt war das Thema „seelische Gesundheit“. Das MAGS ist bei vielen weiteren im Antrag benannten Aspekten bereits aktiv. So wird der Landespsychiatrieplan fortgeschrieben. Gesundheitsförderung und Prävention sind im Plan von besonderer Relevanz, insbesondere für die Kinder und Jugendlichen. Die gesetzlich verbindlichen Maßnahmen des Arbeitsschutzes sind Grundlagen für eine erfolgreiche betriebliche Präventionsarbeit. Eine ganz entscheidende Schlüsselrolle spielt dabei die gesetzlich verpflichtende Gefährdungsbeurteilung, die ein Arbeitgeber oder eine Arbeitgeberin letzten Endes durchführen muss. Gesundheitsförderung und Prävention müssen aber in allen Lebenswelten geschehen: in den Schulen, bei der Arbeit, in den Sportvereinen. Letztere gehören dabei sicherlich zu den wichtigsten Akteuren für Gesundheitsförderung und Prävention in unserer Gesellschaft. Sie ermöglichen sozial gerechte, vielfältige, bewegte Gesundheit. Das Ziel, mit Sport die Gesundheit zu fördern, ist Kernbestandteil der gemeinsamen Zielvereinbarung „Sport 2023 bis 2027“ von Landesregierung und Landessportbund. Daneben fördert das Familienministerium Kooperationsangebote von Familienberatung und Familienbildung mit den Familienzentren. Diese helfen bei der Prävention psychischer Belastungen. Liebe Kolleginnen und Kollegen, der Inhalt des Antrages der Fraktion der AfD ist abzulehnen; denn die Landesregierung hat das Thema fest im Blick, hat bereits vieles auf den Weg gebracht und wird sich auch weiterhin fortlaufend für eine gelingende Prävention und Gesundheitsförderung einsetzen. – Ich bedanke mich ganz herzlich für Ihr Zuhören. Lieber Kollege Vincentz, lassen Sie mich zum Schluss sagen: Der Jungbrunnen – ein schönes Bild. Ich glaube ja, dass uns schon vor 2.000 Jahren jemand gesagt hat: Wenn unser Leben zu Ende ist, kommen wir dahin, wo es bestimmt einen Jungbrunnen gibt. – In diesem Sinne gibt es also etwas Hoffnung für die Zukunft. – Schönen Dank. (Beifall von der CDU – Heiterkeit von Dr. Mar- tin Vincentz [AfD]) Landtag

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