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Susanne Schneider

FDP 09.10.2025 Sitzungen 18/104

Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Jede Erkrankung, die durch Prävention vermieden wird, erhöht die Lebensqualität der Menschen. Aber nicht nur das: Auch die Kosten für das Gesundheitssystem werden gesenkt. Damit Prävention erfolgreich ist, braucht es Einsicht und das verantwortungsvolle Handeln des Einzelnen. Um dies zu fördern, brauchen wir eine proaktive Präventionsstrategie, um die Gesundheit der Bevölkerung langfristig zu fördern. Die Digitalisierung bietet hierbei große Chancen – zum Beispiel durch innovative Technologien wie Gesundheits-Apps, Telemedizin usw. Sie helfen dabei, das eigene Verhalten selbstbestimmt anzupassen und dadurch Erkrankungen vorzubeugen. Wer Vorsorge betreibt, sich bewegt, an Früherkennungsprogrammen teilnimmt oder sich zum Beispiel impfen lässt, verursacht insgesamt weniger Kosten für seine Krankenkasse. Krankenkassen sollten daher für diese Versicherten einen reduzierten Zusatzbeitrag einführen können. Eine wichtige Rolle spielt auch der Sport. Neben dem organisierten Vereins- und Breitensport trägt insbesondere die Fitness- und Gesundheitsbranche dazu bei, Menschen langfristig gesund zu halten. Als wichtiger Partner mit über 11 Millionen Mitgliedern und Grundpfeiler einer Bewegungsoffensive muss diese Branche stärker in die Prävention wie auch in die öffentliche Gesundheitsversorgung eingebunden werden. Auch bürokratische Hürden bei der betrieblichen Gesundheitsförderung müssen dringend abgebaut werden. Manche dieser Aspekte werden im vorliegenden Antrag erwähnt. Auch die Kritik an einer unübersichtlichen Vielzahl von Einzelprojekten, Programmen und Maßnahmen im Bereich der Präventionsförderung ist durchaus nachvollziehbar. Einzelne Projekte, die nach Ablauf der Förderperiode wieder auslaufen und nicht flächendeckend umgesetzt werden, bringen zwar PR für die Landesregierung, führen aber nicht zu einer nachhaltigen Breitenwirkung. Der alleinige Fokus auf Familien, Schulen, Vereine und Betriebe als Akteure der Prävention orientiert sich an einem veralteten Gesellschaftsbild. Er wird daher den realen Herausforderungen nicht gerecht. So kann zum Beispiel die gesundheitlich besonders beeinträchtigte Gruppe alleinstehender arbeitsloser Männer mit niedrigem Bildungsniveau kaum erreicht Landtag werden. Für diese Gruppe werden weiterhin gezielte Maßnahmen nötig sein. (Kopfnicken von Dr. Martin Vincentz [AfD]) Insgesamt wirkt der Antrag ein wenig wie ein Sammelsurium von verschiedenen Forderungen aus unterschiedlichen Bereichen. Vieles bleibt dabei oberflächlich; aber ich glaube, dem Antragsteller liegt bei der Komplexität des Themas auch nichts an einer eingehenden Befassung. Ich hätte dieses Thema gerne intensiver diskutiert. So, wie der Antrag hier vorliegt, können ihn die Freien Demokraten aber nur ablehnen. – Ich danke Ihnen fürs Zuhören. (Beifall von der FDP, Sascha Lienesch [CDU] und Gönül Eğlence [GRÜNE])

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