Dr. Christian Blex
Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Bundesministerin Karin Prien sagte es am Montag selbst: Jungen werden zunehmend im Bildungswesen schwer benachteiligt. (Zuruf von den GRÜNEN) Kern ihrer These ist – die Grünen schreien jetzt schon – jedoch nicht der konkrete Bildungsverfall. Im Fokus steht bei ihr ganz klar weitere politische Indoktrination, wie auch hier in Nordrhein-Westfalen. Ein von der QUA-LiS bereitgestelltes Papier über geschlechterreflektierte Arbeit mit Jungen, welches treffenderweise eher „Arbeit gegen Jungen“ heißen sollte, stellt in einem eigenen Kapitel männliche Eigenschaften in den Kontext der Neonaziprävention. Ich zitiere: „So gesehen stehen neonazistische Männlichkeitskonstruktionen in engem Zusammenhang mit der Herausbildung bürgerlicher […] Männlichkeiten […].“ Ein Blick auf weitere von der QUA-LiS bereitgestellte Quellen fördert viele solcher abstrusen Thesen zutage. Tatsächlich schneiden Jungen in Deutschland und insbesondere in Nordrhein-Westfalen hinsichtlich Abschlusszahlen, Sitzenbleiberraten und Abiturdurchschnitten statistisch nachweisbar deutlich schlechter ab als Mädchen. Das Entscheidendste dabei ist, dass Jungen im Durchschnitt mindestens so schlau sind wie Mädchen. (Zurufe von der SPD) Da werden jetzt – ich sehe es schon; ich wollte es gerade sagen; Sie kommen mir zuvor – die woken SPDlerinnen und Grüneninnen Schnappatmung bekommen. (Dr. Dennis Maelzer [SPD]: Fällt mir schwer, bei Ihrer Rede überhaupt zu atmen!) Tatsächlich haben Jungen bei IQ-Tests nachweisbar ein im Mittel um gut vier Punkte höheres Ergebnis als Mädchen der gleichen Bezugsgruppe. (Zuruf von der SPD) Besonders ausgeprägt – und da verstehe ich, dass die Frauen von den Grünen und der SPD schreien – ist dieser Vorsprung im Durchschnitt im naturwissenschaftlich-mathematischen Bereich. Bis einschließlich 2024 betrug der Anteil von Männern bei den Chemie-Nobelpreisen 96 %, während es in Physik sogar 98 % waren. (Zuruf von Dilek Engin [SPD]) 08.10.2025 Heute kommen drei weitere Männer hinzu, Frau Engin. Die Fields-Medaillenträger in Mathematik – das haben Sie nicht studiert, aber ich – sind zu 97 % Männer. Zu 97 % Männer! (Zurufe von der SPD und den GRÜNEN) Dennoch machen nur 32,9 % der Jungen in NRW ein Abitur, während es 42 % der Mädchen sind. (Zuruf von Dilek Engin [SPD]) Dafür gibt es im Hinblick auf die IQ-Tests nur zwei Erklärungen. Das ist einfach die Logik, Frau Engin. Entweder geht es beim Abitur (Zuruf von Dilek Engin [SPD]) nicht um die Bestenförderung, oder Jungen werden im NRW-Schulsystem systematisch benachteiligt. Ein Fokus auf sprachliche Fächer und Gesellschaftswissenschaften, der stetige Rückbau des naturwissenschaftlich-mathematischen Bereiches sowie das häufige Fehlen jeglicher Leistungsansprüche und Wertgedanken sind für die Förderung von systemkonformen Mädchen vielleicht ganz großartig. Doch im Wahn der allumfassenden Feminisierung kommen die Jungen vollkommen zu kurz. An Grundschulen hat Nordrhein-Westfalen mittlerweile einen Frauenanteil von knapp 90 %. Es lachen, glaube ich, gerade, wenn ich das richtig gesehen habe, die Frauen, die keine Jungen als Kinder zu Hause haben. (Zurufe von der SPD und den GRÜNEN) Denn Eltern – das merkt man ganz deutlich –, die Jungen haben, wissen, wovon ich spreche. (Eileen Woestmann [GRÜNE]: Wie kann man nur so einen Blödsinn quatschen?) Den Jungen fehlen jegliche Vorbild- und Bezugspersonen, stattdessen unterrichtet nicht selten eine ganz bestimmte Art von Lehrerinnen. Wir alle kennen diesen Typus mit Schrecken aus unserer eigenen Schulzeit. Meine Damen und Herren, links-woker Feminismus in all seinen schäbigen und zutiefst schädlichen Auswirkungen hat zu einer systematischen Benachteiligung von Jungen an unseren Schulen geführt. (Dr. Dennis Maelzer [SPD]: Herr Blex, Sie wer- den sogar von der Besuchertribüne ausge- lacht!) Was bunthaarige, intersektionelle … (Zuruf von den GRÜNEN) – Ich rede gerade von Intersektionellen. Da rufen Sie auch rein? Okay. … männerverachtende, vielleicht treffenderweise auch frustrierte, von Männern möglicherweise unbe-Landtag achtete Pädagog*innen in Berlin zu Papier bringen und dann über ihre etlichen Vereine und Stiftungen an Deutschlands Schulen verteilen, entbehrt jeder gesunden Betrachtungsweise der Bedürfnisse von Mädchen und Jungen. (Zuruf von Tim Achtermeyer [GRÜNE]) Ich habe hierzu mal die Landesregierung gefragt, wie sie dieses Thema sieht. Die Antwort auf meine aktuelle Kleine Anfrage weist darauf hin, wie ignorant die CDU-Bildungsministerin mit diesem Thema umgeht: Benachteiligung gebe es grundsätzlich nicht. Dafür verweist man auf die von der gerade zitierten QUA-LiS bereitgestellten Handreichungen und Schulentwicklungspapiere. Wenn die woke Ideologie im Widerspruch zur Realität steht, ignoriert Frau Feller halt die Realität. Meine Damen und Herren, wir dürfen nicht länger – ich komme zum Schluss – mögliche … (Zurufe)
