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Christian Obrok

SPD 19.09.2025 Sitzungen 18/102

Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Den Antrag der AfD kann man in vier Worten zusammenfassen: viel Schwarzmalerei, keine Substanz. 19.09.2025 Sie fordern mal wieder den Ausstieg aus der Wasserstoffwirtschaft. Sie nennen aber keine Alternative, um unsere Wirtschaft, unsere Industrie klimaneutral zu transformieren. Das können Sie auch nicht. Sie leben halt in einer anderen Welt. Sie leugnen den Klimawandel, und Sie sehen daher auch keine Notwendigkeit, an den Produktionsverfahren irgendwas zu ändern. Wir sagen: Grüner Wasserstoff hat sehr wohl Zukunft. Man muss den Prozess politisch noch etwas besser steuern. Ein Beispiel. In einem unserer Nachbarländer, im SPD-geführten Saarland, geht es voran. Saarstahl, Dillinger und die Rohstoffgesellschaft Saar haben gerade einen Vertrag über 6.000 t grünen Wasserstoff pro Jahr ab 2029 abgeschlossen, Laufzeit zehn Jahre. Das ist natürlich ein anderes Volumen als bei TKS, aber das kann sich trotzdem sehen lassen. Wasserstoff macht uns auch nicht abhängiger von Despoten oder von Autokratien, sondern unabhängiger und souveräner. Die Lieferketten werden dadurch vielfältiger sein als beim Gas aus Russland oder als beim Öl aus den Golfstaaten. Aber vielleicht sind das in den Augen der AfD immer noch vertrauenswürdige Demokratien. Das sagt dann natürlich mehr über Ihr Demokratieverständnis aus als über unsere Energiepolitik. (Dr. Christian Blex [AfD]: Einfach die Physik ig- norieren!) Die AfD ist gegen alles und für nichts. Sie wollen wieder alles kaputtreden. Sie bieten keine eigenen Lösungen, sondern nur Rückschritt. Unsere Industrie braucht Perspektiven, und eine davon heißt Wasserstoff. Wir lehnen Ihren Antrag selbstverständlich ab. (Beifall von der SPD)

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