Bernhard Hoppe-Biermeyer
Das Projekt demonstriert, wie erneuerbare Energien und Wasserstoff zielführend verknüpft werden können. Überschüssige Windenergie will Westfalen Weser zukünftig für die Erzeugung von grünem Wasserstoff nutzen, um die Industrie und Wasserstofftankstellen zu versorgen. Außerdem soll die netzdienliche Speicherung erprobt werden, um eine Abregelung der lokalen Windkraftanlagen zu verringern. Dieses Projekt zeigt, was wir mit Wasserstoff alles erreichen können. Dazu müssen wir in NRW den eingeschlagenen Weg aber weitergehen. Zudem müssen wir Importpartnerschaften entwickeln, nicht nur mit arabischen Ländern, wie die AfD suggeriert, sondern vor allem mit europäischen Partnern wie Norwegen, den Niederlanden oder Spanien, aber auch mit weltweiten Partnern wie Kanada und Australien. Zudem müssen wir auf EU-Ebene dafür sorgen, dass Regulierung nicht überkomplex wird, sondern Investitionen ermöglicht. Ein Rückzug, wie ihn die AfD fordert, würde uns aus der Zukunftsindustrie katapultieren und die Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes ruinieren. Die AfD bietet keine Alternative. Mit Gasund Ölimporten aus autokratisch regierten Staaten werden wir unsere Energieversorgung in NRW ganz sicher nicht zukunftsfähig aufstellen. Wir haben einen klaren industriepolitischen Kompass. Wir bauen erneuerbare Energien aus – mit Rekordzahlen bei Genehmigungen und Zubau von Windkraft und PV in NRW. Wir sichern die Versorgung mit modernen Gaskraftwerken und speichern ab. (Dr. Christian Blex [AfD]: Glauben Sie, was Sie da erzählen?) Es gibt im Wesentlichen zwei Möglichkeiten, Strom zu speichern: mit Batterien oder über die Elektrolyse mit Wasserstoff. Nur, wenn wir technologieoffen sind, werden wir den technologisch besten Weg finden, um bis 2045 klimaneutral werden zu können. Deshalb investieren wir jetzt auch in Wasserstoff, weil wir genau wissen: Nur so bleibt Nordrhein-Westfalen das industrielle Rückgrat Deutschlands. Das ist verantwortungsvolle Politik und macht die erfolgreiche Gestaltung unserer Zukunft aus. Die Herausforderungen sind groß, aber die Chancen sind größer. Wasserstoff ist kein Irrweg, sondern der Landtag Weg in eine klimaneutrale, wettbewerbsfähige Zukunft. Die AfD will abbrechen, bevor wir richtig losgelegt haben. Wir dagegen wollen Nordrhein-Westfalen zum Wasserstoffland Nummer eins machen. Darum lehnen wir diesen destruktiven Antrag entschieden ab. – Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall von der CDU und den GRÜNEN)
