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Angela Erwin

CDU 18.09.2025 Sitzungen 18/101

Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wer könnte dem Titel dieses Antrages widersprechen? Ja, die Jugend ist unsere Zukunft. Ja, wir müssen uns täglich für eine hervorragende Ausbildung in den Justizberufen einsetzen. Und ja, genau das machen wir. Die Juristenausbildung in Deutschland genießt international einen hervorragenden Ruf. Weltweit sind Juristen, die hier ausgebildet wurden, hoch anerkannt und auf dem Arbeitsmarkt gefragt. Eine exzellente Ausbildung ist zugleich ein Wert an sich. Viele Absolventen entscheiden sich bewusst für den Dienst an der Gesellschaft und planen ihre berufliche Zukunft in der Justiz. Dies zeigt auch: Die Zahl der Bewerbungen an Gerichten und im Bereich der Staatsanwaltschaften steigt deutlich an – ein ermutigendes Signal in die richtige Richtung. Mein und unser aller Dank gilt all jenen, die tagtäglich dafür sorgen, dass unsere Justiz funktioniert und in der Gesellschaft ein hohes Ansehen genießt. Das soll so bleiben, und genau dafür arbeiten wir Tag für Tag. Wir wollen, dass unsere Justiz auch künftig in sicheren Händen liegt. Darum halten wir gerade im Vergleich zu anderen Bundesländern hohe Prüfungskapazitäten vor. Während im Freistaat Bayern – es wurde ja eben vom Kollegen Pfeil schon angesprochen – sowohl das Erste als auch das Zweite Staatsexamen nur zweimal jährlich angeboten werden, stellen wir hier in Nordrhein-Westfalen sicher, dass mit Ausnahme weniger Monate Prüfungen nahezu durchgängig möglich sind. (Vereinzelt Beifall von der CDU – Beifall von Dagmar Hanses [GRÜNE]) Dass uns die Nachwuchsgewinnung so wichtig ist, zeigen wir auch in den Schulen. Jährlich werden landesweit rund 900 Rechtskunde-AGs angeboten, ergänzt durch Schulbesuche von Nachwuchsbewerbungsteams. Außerdem haben wir es ermöglicht, dass Referendare in der Justiz als wissenschaftliche Mitarbeiter arbeiten können. Heute wissen wir: ein Erfolgsmodell. Wer sich dann für den Dienst bei Gericht oder einer Staatsanwaltschaft entscheidet, der profitiert von unserem Rahmenkonzept für den Probedienst – Stichworte „Onboarding“, „Mentorenprogramme“, „Fortbildungen“, „Feedbackgespräche“, „weniger Rotation“ und „wohnsitznahe Verwendung“. Und zuletzt: Wir stehen auch zu unserem Wort. Nach den zeitweiligen Kürzungen von Referendarstellen aus haushalterischen Gründen steigt die Zahl der Einstellungen nun wieder. Liebe Kolleginnen und Kollegen, so sieht eine sichere und verlässliche Juristenausbildung aus. Sie Landtag ist ein Erfolgsmodell. Und wir arbeiten jeden Tag daran, dass es so bleibt. Der Überweisung, lieber Herr Kollege Pfeil, in den Ausschuss stimmen wir selbstverständlich zu. – Herzlichen Dank. (Beifall von der CDU und Dagmar Hanses [GRÜNE])

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