André Kuper
Vielen Dank, Frau Kollegin Butschkau. – Die Ministerin hat das Wort. Josefine Paul, Ministerin für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration: Vielen Dank, Herr Präsident. – Es geht auch darum, in der pädagogischen Arbeit konsequent gegen Rollenstereotype vorzugehen, weil Rollenstereotype die Grundlage dafür bilden, dass sich Einstellungen von Ungleichwertigkeit, von Macht usw. verfestigen können. Es müssen geschlechtersensible pädagogische Konzepte implementiert werden, angefangen bei der frühkindlichen Bildung über schulische Bildungsprozesse bis hin in die Kinder- und Jugendarbeit. Ein konkretes Beispiel, bei dem wir mit einer Förderung unterstützen, habe ich in meinen Eingangsausführungen schon genannt. Dabei ging es um Workshop-Angebote und Angebote, die auf der Website für Lehrerinnen und Lehrer sowie für pädagogisches Personal zur Verfügung gestellt werden, um sich gezielt mit den Fragestellungen auseinandersetzen zu können. Aufbauend auf diesen Erfahrungen müssen wir weiter daran arbeiten, welche pädagogischen Konzepte über die unterschiedlichen Bildungseinrichtungen, Freizeiteinrichtungen und Einrichtungen, in denen junge Menschen zusammenkommen, unterstützend wirken können, um manifeste Ungleichwertigkeitsvorstellungen zu durchbrechen, die auch Auswirkungen auf die Geschlechterbeziehungen haben.
