Dr. Dennis Maelzer
Vielen Dank. – Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Man merkt grünen Rednerinnen regelmäßig die Verzweiflung an, wenn sie hier zur Bildungspolitik der schwarz-grünen Koalition sprechen müssen. (Beifall von der SPD) Es wäre aber schon schön, wenn die grüne Fraktion sich einmal entscheiden würde, was denn die Kritik an unserem Antrag ist. Die eine Rednerin sagt: Das ist viel zu umfangreich. Da steht viel zu viel drin, viel zu viele Forderungen. (Eileen Woestmann [GRÜNE]: Das habe ich nicht gesagt! Da haben Sie nicht richtig zuge- hört!) Das ist nicht konzentriert genug. (Eileen Woestmann [GRÜNE]: Das habe ich nicht gesagt! Vielleicht einmal die Ohren put- zen!) Die nächste sagt: Der Antrag ist viel zu dünn, da müsste noch deutlich mehr rein, beispielsweise auch die Diagnostik ab vier bzw. viereinhalb Jahren. (Mehrdad Mostofizadeh [GRÜNE]: Die Über- schrift muss zum Text passen!) Das wirkt nicht besonders glaubwürdig – wie passend, dass Sie bei dem Thema „nicht besonders glaubwürdig“ hereinrufen, Herr Mostofizadeh –, was die grüne Fraktion an dieser Stelle macht. (Eileen Woestmann [GRÜNE]: Uh!) Ich möchte die geschätzte Rednerin, Frau Zingsheim-Zobel, daran erinnern, dass wir im jüngsten Familienausschuss über das Thema „Diagnostik“ gesprochen und dort noch einmal klargestellt haben, dass eine Diagnostik ab viereinhalb Jahren der viel Landtag sinnvollere Weg wäre als das, was Ministerin Feller hier in Nordrhein-Westfalen kurz vor der Schule veranstalten will. (Beifall von der SPD) Dann waren sich beide Rednerinnen, sowohl Frau Woestmann als auch Frau Zingsheim-Zobel, darüber einig, dass sie es total schön finden, Geld für das Mittagessen ihrer Kinder zu bezahlen. Spannend! Warum haben Sie denn dann in Ihren Koalitionsvertrag geschrieben, dass Sie die Kosten für das Mittagessen abschaffen wollen, wenn Sie es doch so gerne selbst zahlen? (Beifall von der SPD – Zuruf von Mehrdad Mostofizadeh [GRÜNE])
